Unterhaltung

Mitsingen, bis die Stimme versagt: So war’s bei Gracie Abrams in der Porsche-Arena

Gracie Abrams hat am Samstagabend in Stuttgart das erste Deutschlandkonzert ihrer Tournee gespielt – und die rund 6 500 Zuschauer begeistert. Bilder, Setlist und Kritik vom Konzert in der ausverkauften Porsche-Arena.

  • Gracie Abrams – hier bei einem Konzert in Washington DC – ist am Samstag in Stuttgart aufgetreten. Bei der Show in der Porsche-Arena waren keine Pressefotografinnen und Pressefotografen zugelassen.Foto: IMAGO/imageSPACE/IMAGO/Lisa Walker/imageSPACE

    Gracie Abrams – hier bei einem Konzert in Washington DC – ist am Samstag in Stuttgart aufgetreten. Bei der Show in der Porsche-Arena waren keine Pressefotografinnen und Pressefotografen zugelassen.Foto: IMAGO/imageSPACE/IMAGO/Lisa Walker/imageSPACE

Als Gracie Abrams am Samstagabend pünktlich um 21 Uhr das Konzert in der Porsche-Arena mit den ersten Tönen ihres Songs „Felt Good About You“ eröffnet, schreien 6 500 Menschen jedes Wort mit. Das bleibt während der ausverkauften Show, der ersten ihrer Deutschlandtournee, die ganze Zeit so. Sie singt und das Publikum ist bei ihr, Zeile für Zeile.

Herzschmerz und große Gefühle

Im bodenlangen roten Kleid steht die Grammy-nominierte Sängerin mit ihrer Gitarre auf der Bühne und singt über Herzschmerz und große Gefühle. Ihre Stimme ist dabei oft so zart, dass sie eigentlich gar nicht durch die große Halle der Porsche-Arena tragen dürfte, es aber trotzdem tut. Gracie Abrams haucht die Wörter manchmal mehr, als dass sie singt und schafft dadurch eine Intimität, als stünde sie nur vor ein paar Dutzend Menschen und nicht Tausenden.

Wie wichtig ihr diese Verbindung zum Publikum ist, betont die Singer-Songwriterin auch, als sie sich zum ersten Mal an die Zuschauerinnen und Zuschauer wendet. Sie spricht darüber, wie belastend sie die Weltlage findet und sagt dann: „Meiner Meinung nach ist das Zusammenkommen als Gemeinschaft, so wie wir heute, die Antwort darauf.“

Liebeslieder voller Energie

Mitgebracht hat die Kalifornierin auf ihrer „The Secret of Us“-Tour Songs aus dem gleichnamigen Album, das im vergangenen Sommer erschienen ist. Und auch ein paar ihrer älteren Lieder von ihrem Debütalbum „Good Riddance“ (2023) haben es auf die Setlist geschafft. Es ist eine Show voll Liebeslieder, was jedoch nicht bedeutet, dass es ihr an Energie oder Tempo fehlt. Begleitet von ihrer Band schafft es die 25-Jährige, die Halle immer wieder zum Pulsieren zu bringen.

Wenn sie am Klavier sitzend „Gave You I Gave You I“ singt und in ein Lichtermeer aus Handykameras blickt oder während „Normal Thing“ von Nebelschwaden umwoben auf die Knie sinkt, kauft man ihr die Emotionen nicht nur ab, man fühlt sich unweigerlich an Momente im eigenen Leben erinnert, an denen man auch theatralisch in den eigenen Gefühlen versinken wollte. Das ist wohl Gracie Abrams’ größte Gabe: Sie spricht ihren Fans mit ihren Songtexten und ihrer leidenschaftlichen Darbietung aus dem Herzen.

Dieses Gefühl kulminiert während der Zugabe, als Gracie Abrams ihre Hits „That’s so true“ und „Close to you“ singt. Während der Refrains werden die Stimmen der Fans so laut, dass die Porsche-Arena aus allen Nähten zu platzen droht. Das Publikum tanzt, Gracie Abrams lächelt glücklich in die Menge und scheint für einen Augenblick überwältigt.

Nach knapp zwei Stunden und 23 Liedern ist das Konzert dann vorbei. Gracie Abrams verlässt die Bühne, die Lichter gehen an. Einige der Fans liegen sich in den Armen, bevor sie sich langsam auf den Heimweg machen – mit heiseren Stimmen und Erinnerungen an einen intimen Abend unter Tausenden.

Gracie Abrams: Setlist in Stuttgart

– Felt good about you

– Risk

– Blowing smoke

– 21

– I love you, I’m sorry

– Where do we go now?

– Gave you I gave you I

– Mess it up

– Friend

– Rockland

– I know it won’t work

– Camden

– Normal Thing

– I Told You Things

– Let it happen

– Tough Love

– Difficult

– Cool

– I miss you, I’m sorry

– Us

– Free now

– That’s so true

– Close to you

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