Politik

Weltweit gehen Frauen für ihre Rechte auf die Straße

Am Freitag, dem 8. März, wird der Internationale Frauentag begangen. In unserer Bildergalerie sehen Sie, wie Menschen weltweit für die Rechte von Frauen und queeren Menschen demonstrieren.

  • Frauen nehmen in Hyderabad (Pakistan) an einer Kundgebung teil.Foto: dpa/Pervez Masih

    Frauen nehmen in Hyderabad (Pakistan) an einer Kundgebung teil.Foto: dpa/Pervez Masih

  • Im indischen Ahmedabad protestierten am Vorabend des Internationalen Frauentags Aktivistinnen verschiedener Organisationen.Foto: dpa/Ajit Solanki

    Im indischen Ahmedabad protestierten am Vorabend des Internationalen Frauentags Aktivistinnen verschiedener Organisationen.Foto: dpa/Ajit Solanki

  • In Kolkata (Indien) führte Mamata Banerjee (M), Ministerpräsidentin von Westbengalen sowie Gründerin und Vorsitzende der westbengalischen Regionalpartei „All India Trinamool Congress“ (AITC), eine Prozession an.Foto: dpa/Bikas Das

    In Kolkata (Indien) führte Mamata Banerjee (M), Ministerpräsidentin von Westbengalen sowie Gründerin und Vorsitzende der westbengalischen Regionalpartei „All India Trinamool Congress“ (AITC), eine Prozession an.Foto: dpa/Bikas Das

  • Auch in Phnom Penh (Kambodscha) wurde der Weltfrauentag begangen. Auf dem Stirnband steht „Würdiges Leben“.Foto: dpa/Heng Sinith

    Auch in Phnom Penh (Kambodscha) wurde der Weltfrauentag begangen. Auf dem Stirnband steht „Würdiges Leben“.Foto: dpa/Heng Sinith

  • Aktivistinnen heben in Manila (Philippinen) ihre BHs in die Luft, um zu symbolisieren, dass sie sich von den ihnen auferlegten Beschränkungen befreien.Foto: dpa/Aaron Favila

    Aktivistinnen heben in Manila (Philippinen) ihre BHs in die Luft, um zu symbolisieren, dass sie sich von den ihnen auferlegten Beschränkungen befreien.Foto: dpa/Aaron Favila

  • Koreanische Gewerkschafterinnen marschieren während einer Kundgebung in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.Foto: dpa/Ahn Young-joon

    Koreanische Gewerkschafterinnen marschieren während einer Kundgebung in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.Foto: dpa/Ahn Young-joon

  • In Tokio (Japan) läuft ein Demonstrationszug bei der Shibuya-Fußgängerampel über die Straße.Foto: dpa/Eugene Hoshiko

    In Tokio (Japan) läuft ein Demonstrationszug bei der Shibuya-Fußgängerampel über die Straße.Foto: dpa/Eugene Hoshiko

  • Der Demonstrationszug in Rom (Italien) trägt ein Transparent mit der Aufschrift „Wir streiken gegen patriarchalische Gewalt“.Foto: dpa/Alessandra Tarantino

    Der Demonstrationszug in Rom (Italien) trägt ein Transparent mit der Aufschrift „Wir streiken gegen patriarchalische Gewalt“.Foto: dpa/Alessandra Tarantino

  • In Beirut (Libanon) protestieren Menschen für die Unterstützung palästinensischer Frauen vor dem Büro einer UN-Organisation.Foto: dpa/Hussein Malla

    In Beirut (Libanon) protestieren Menschen für die Unterstützung palästinensischer Frauen vor dem Büro einer UN-Organisation.Foto: dpa/Hussein Malla

  • Aktivisten der sozialistisch-feministischen Organisation „Women Democratic Front“ demonstrieren in  Islamabad (Pakistan).Foto: dpa/Anjum Naveed

    Aktivisten der sozialistisch-feministischen Organisation „Women Democratic Front“ demonstrieren in Islamabad (Pakistan).Foto: dpa/Anjum Naveed

  • In Barcelona (Spanien) nehmen Studentinnen an einer Kundgebung anlässlich des Internationalen Frauentags teil.Foto: dpa/Emilio Morenatti

    In Barcelona (Spanien) nehmen Studentinnen an einer Kundgebung anlässlich des Internationalen Frauentags teil.Foto: dpa/Emilio Morenatti

  • Ein Soldat der Ehrengarde überreicht Frauen im russischen St. Petersburg Blumen. Der Internationale Frauentag am 8. März ist ein offizieller Feiertag in Russland.Foto: dpa/Dmitri Lovetsky

    Ein Soldat der Ehrengarde überreicht Frauen im russischen St. Petersburg Blumen. Der Internationale Frauentag am 8. März ist ein offizieller Feiertag in Russland.Foto: dpa/Dmitri Lovetsky

  • In Berlin stehen Teilnehmer bei einer Demonstration zum Internationalen Frauentag auf der Straße Unter den Linden.Foto: dpa/Christophe Gateau

    In Berlin stehen Teilnehmer bei einer Demonstration zum Internationalen Frauentag auf der Straße Unter den Linden.Foto: dpa/Christophe Gateau

  • Eine Frau hält in Paris (Frankreich) ein Plakat mit der Aufschrift «Die Revolution wird feministisch sein» während einer Demonstration anlässlich des Internationalen Frauentags.Foto: dpa/Lewis Joly

    Eine Frau hält in Paris (Frankreich) ein Plakat mit der Aufschrift «Die Revolution wird feministisch sein» während einer Demonstration anlässlich des Internationalen Frauentags.Foto: dpa/Lewis Joly

  • In Instanbul (Türkei) rufen Frauen Parolen bei einer Kundgebung.Foto: dpa/Khalil Hamra

    In Instanbul (Türkei) rufen Frauen Parolen bei einer Kundgebung.Foto: dpa/Khalil Hamra

Zum Internationalen Frauentag am 8. März gehen Menschen weltweit für die Rechte von Frauen und queerer Menschen auf die Straße. Seit 1977 handelt es sich dabei um einen offiziellen UN-Tag. Das Land Berlin hat den Frauentag 2019 als gesetzlichen Feiertag eingeführt, auch in Mecklenburg-Vorpommern ist der Frauentag mittlerweile ein Feiertag.

In jüngster Zeit gibt es immer wieder Debatten über die Bezeichnung des Tages. Der Internationale Frauentag wird zunehmend wieder als Internationaler Frauenstreiktag oder auch Frauen*kampftag genannt. Um nicht nur Frauen, sondern auch andere Gruppen einzubeziehen und den strukturellen Aspekt der Geschlechterungerechtigkeit zu stärken, verbreitet sich zunehmend die Bezeichnung „feministischer Kampftag“.

Was ist die Geschichte des Internationalen Frauentags?

Die ersten Impulse gingen von Frauendemonstrationen in den USA ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus. Die Initialzündung ging dann von der sozialistischen und sozialdemokratischen Arbeiterbewegung vor dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) aus. 1910 beschloss die Sozialistische Internationale der Frauen in Kopenhagen, jährlich mit einem Aktionstag den Kampf der Frauen für mehr Rechte und bessere Lebensbedingungen voranzutreiben.

Bereits im März 1911 gingen rund eine Million Frauen in Deutschland, Dänemark, Österreich-Ungarn und der Schweiz auf die Straßen. Die erste Forderung war das Frauenwahlrecht, das in Deutschland 1918 durchgesetzt wurde. Die Frauen kämpften auch für kürzere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn, niedrigere Lebensmittelpreise, eine regelmäßige Schulspeisung und legalen Schwangerschaftsabbruch.

In den 60er gewann der Frauentag wieder an Bedeutung

Während des Ersten Weltkrieges und unter der NS-Diktatur war der „sozialistische“ Feiertag verboten. Die Nationalsozialisten propagierten stattdessen den Muttertag, der ihrem Frauenbild eher entsprach. Doch im Untergrund lebte der Frauentag weiter: Wer am 8. März seine rote Wäsche aus dem Fenster auslüftete, gab damit ein politisches Statement ab.

Nach 1945 spaltete der Kalte Krieg auch den Frauentag. Im Westen verlor er an Bedeutung und wurde ab Ende der 60er Jahre vor allem von der Frauen- und Friedensbewegung begangen. In der DDR entwickelte sich der 8. März vielfach zum „sozialistischen Muttertag“, an dem die Kinder ihren Müttern Blumen oder selbstgemalte Bilder schenkten.

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