In der neuseeländischen Hauptstadt Wellington haben sich Zehntausende Menschen vor dem Parlament versammelt, um gegen ein geplantes Gesetz zu protestieren. Das Gesetz will den Gründungsvertrag zwischen den indigenen Maori und der britischen Krone neu auslegen.
Rund 42.000 Menschen sollen protestiert haben
Rund 42.000 Menschen sollen Medienberichten zufolge vor dem neuseeländischen Parlament gegen den Gesetzesentwurf zur Neuauslegung des Gründungsvertrags zwischen den indigenen Maori und der britischen Krone protestiert haben. Neuseeland selbst hat insgesamt lediglich 5,2 Millionen Einwohner.
Die Demonstration markierte das Ende eines neuntägigen friedlichen Protests (Hikoi), der das ganze Land erfasst hatte. Der umstrittene Gesetzentwurf fordert, dass Neuseeland die Grundsätze des Vertrags von Waitangi aus dem Jahr 1840 neu interpretieren solle. Hintergrund sei, dass nicht-indigene Bürgerinnen und Bürger durch Maßnahmen zur Förderung der indigenen Maori benachteiligt würden.
Proteste auch im Parlament
Das umstrittene Gesetz sorgte bereits im neuseeländischen Parlament für Tumulte. Maori-Abgeordnete protestierten, in dem sie den Haka, einen rituellen Tanz der Maori, aufführten. Daraufhin wurde eine Sitzung unterbrochen.
Trotz breiter Ablehnung passierte das Gesetz die erste Abstimmung. Nun folgen öffentliche Anhörungen.
Die Vorlage für das Gesetz hat die politische Partei Act eingebracht, die Teil der Regierungskoalition des Landes ist. Premierminister Christopher Luxon erklärte allerdings schon zu Beginn der Proteste, dass er und seine National Party den Vorschlag nicht unterstützen werden und dieser deshalb nicht in Kraft treten wird.








