Politik

Über 40.000 Maori proben den Aufstand gegen ein neues Gesetz

Seit neun Tagen demonstrieren Maori und deren Anhänger in Neuseeland gegen ein neues Gesetz, das den Gründungsvertrag zwischen ihnen und der britischen Krone neu regeln würde. Auch im Parlament kam es zum Aufstand.

  • Maori protestieren gegen ein vorgeschlagenes Gesetz, das den Gründungsvertrag zwischen den Maori und der britischen Krone neu definieren würde.Foto: dpa/Mark Tantrum

    Maori protestieren gegen ein vorgeschlagenes Gesetz, das den Gründungsvertrag zwischen den Maori und der britischen Krone neu definieren würde.Foto: dpa/Mark Tantrum

  • Demonstrierende protestieren mit Schildern gegen eine weiße Vorherrschaft.Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire/IMAGO/Vuk Valcic

    Demonstrierende protestieren mit Schildern gegen eine weiße Vorherrschaft.Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire/IMAGO/Vuk Valcic

  • Auch in Großbritannien, einer ehemaligen Kolonialmacht Neuseelands, protestierte zahlreiche Menschen am Montag gegen das neue Gesetz und unterstützten damit die Maori in Neuseeland.Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire/IMAGO/Vuk Valcic

    Auch in Großbritannien, einer ehemaligen Kolonialmacht Neuseelands, protestierte zahlreiche Menschen am Montag gegen das neue Gesetz und unterstützten damit die Maori in Neuseeland.Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire/IMAGO/Vuk Valcic

  • Indigene Maori protestieren seit neun Tagen friedlich in diversen Städten des Landes.Foto: dpa/Mark Tantrum

    Indigene Maori protestieren seit neun Tagen friedlich in diversen Städten des Landes.Foto: dpa/Mark Tantrum

  • Ein Demonstrant vor dem neuseeländischen Parlament während einer Demonstration gegen das vorgeschlagene Gesetz.Foto: dpa/Mark Tantrum

    Ein Demonstrant vor dem neuseeländischen Parlament während einer Demonstration gegen das vorgeschlagene Gesetz.Foto: dpa/Mark Tantrum

  • Parlamentsmitglied Hana-Rawhiti Maipi-Clarke spricht bei den Protesten.Foto: AFP/SANKA VIDANAGAMA

    Parlamentsmitglied Hana-Rawhiti Maipi-Clarke spricht bei den Protesten.Foto: AFP/SANKA VIDANAGAMA

  • Mitglieder der Maori und weitere Unterstützer demonstrieren vor dem Parlament in Wellington.Foto: AFP/SANKA VIDANAGAMA

    Mitglieder der Maori und weitere Unterstützer demonstrieren vor dem Parlament in Wellington.Foto: AFP/SANKA VIDANAGAMA

  • Eine der jüngeren Demonstrierenden.Foto: AFP/SANKA VIDANAGAMA

    Eine der jüngeren Demonstrierenden.Foto: AFP/SANKA VIDANAGAMA

In der neuseeländischen Hauptstadt Wellington haben sich Zehntausende Menschen vor dem Parlament versammelt, um gegen ein geplantes Gesetz zu protestieren. Das Gesetz will den Gründungsvertrag zwischen den indigenen Maori und der britischen Krone neu auslegen.

Rund 42.000 Menschen sollen protestiert haben

Rund 42.000 Menschen sollen Medienberichten zufolge vor dem neuseeländischen Parlament gegen den Gesetzesentwurf zur Neuauslegung des Gründungsvertrags zwischen den indigenen Maori und der britischen Krone protestiert haben. Neuseeland selbst hat insgesamt lediglich 5,2 Millionen Einwohner.

Die Demonstration markierte das Ende eines neuntägigen friedlichen Protests (Hikoi), der das ganze Land erfasst hatte. Der umstrittene Gesetzentwurf fordert, dass Neuseeland die Grundsätze des Vertrags von Waitangi aus dem Jahr 1840 neu interpretieren solle. Hintergrund sei, dass nicht-indigene Bürgerinnen und Bürger durch Maßnahmen zur Förderung der indigenen Maori benachteiligt würden.

Proteste auch im Parlament

Das umstrittene Gesetz sorgte bereits im neuseeländischen Parlament für Tumulte. Maori-Abgeordnete protestierten, in dem sie den Haka, einen rituellen Tanz der Maori, aufführten. Daraufhin wurde eine Sitzung unterbrochen.

Trotz breiter Ablehnung passierte das Gesetz die erste Abstimmung. Nun folgen öffentliche Anhörungen.

Die Vorlage für das Gesetz hat die politische Partei Act eingebracht, die Teil der Regierungskoalition des Landes ist. Premierminister Christopher Luxon erklärte allerdings schon zu Beginn der Proteste, dass er und seine National Party den Vorschlag nicht unterstützen werden und dieser deshalb nicht in Kraft treten wird.

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