Amerika hat gewählt: Und es sieht stark danach aus, als würde Donald Trump das Rennen machen. Dass der 78-Jährige zum zweiten Mal ins Weiße Haus einziehen wird, das halten viele Beobachter und Experten nach dem bisherigen Fortgang der Auszählung für sehr wahrscheinlich. Die Frage, die sich viele Menschen in den USA – und auch Deutschland – stellen: Kann Kamala Harris noch gewinnen?
Die Antwort darauf lautet: es wird schwierig. Die „New York Times“ sieht inzwischen eine 93-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen Sieg von Trump. Er hat in den umkämpften Bundesstaaten Georgia und North Carolina gewonnen. Beide gehören zu den sogenannten Swing States. Die Demokratin Kamala Harris müsste für einen Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl nun zwingend in Pennsylvania gewinnen. Der Republikaner Trump liegt dort nach Auszählung von 89 Prozent der Stimmen vorn mit 50,8 Prozent und einem Vorsprung von gut 165.000 Stimmen.
Wo liegt Kamala Harris gut im Rennen – und wo nicht?
Ebenfalls kein gutes Zeichen für Harris: Trump führte auch in Michigan nach Auszählung von 58 Prozent der Stimmen mit gut 52 Prozent und in Wisconsin nach Auszählung von 84 Prozent der Stimmen mit rund 51 Prozent. Es war unklar, ob Harris diesen Vorsprung noch aufholen kann.
Pennsylvania, Michigan und Wisconsin sind für die Demokraten die sogenannte „Blaue Wand“, die ihnen den Weg zum Sieg bei der Präsidentenwahl ebnen kann. Hillary Clinton verlor 2016 bei ihrer Niederlage alle drei an Donald Trump, Joe Biden gewann sie vor vier Jahren.
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Für den Sieg braucht ein Kandidat 270 Stimmen von Wahlleuten aus verschiedenen Bundesstaaten. Da ein Großteil der Bundesstaaten verlässlich für Demokraten oder Republikaner stimmt, kommt es am Ende auf das Ergebnis in sieben Swing States an, in denen beide Parteien vor der Wahl eine realistische Erfolgschance hatten.
Warum Pennsylvania so wichtig für Kamala Harris ist
Die Swing States sind:
Vor allem Pennsylvania mit 19 Stimmen von Wahlleuten gilt immer als potenziell wahlentscheidend. Sowohl Harris als auch Trump waren dort auf der Zielgeraden des Wahlkampfs besonders aktiv.
Wo hat Trump gewonnen – wo hat Kamala Harris gewonnen?
Überraschend war das Ergebnis in Virginia: Nur knapp gewann Harris den Bundesstaat, in dem vor vier Jahren noch Joe Biden mit rund zehn Prozentpunkten Vorsprung gesiegt hatte. Nach Auszählung von 91 Prozent der Stimmen lag Harris mit 51,5 Prozent vorn. Harris und der Republikaner Trump setzten sich nach Wählerbefragungen und ersten Auszählungen erwartungsgemäß in mehreren Staaten durch, in denen ihr Sieg als sicher galt. Bei Trump waren es:
An Harris gingen:
Trump hat mit North Carolina und Georgia bisher 246 Wahlmännerstimmen erhalten, Harris unter anderem mit dem großen Bundesstaat Kalifornien 210.
Wann vermutlich mit einem Ergebnis zu rechnen ist, lesen Sie hier.
(Stand 7 Uhr)
Mit Material von dpa.

