In Berlin wurde am heutigen Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Die ersten Zahlen zeigen ein enges Rennen zwischen Linken und CDU. Hier gibt es fortlaufend Reaktionen und Stimmen zum Wahltag in Berlin:
Stimmen und Reaktionen zur Wahl in Berlin
- Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat sich bei ihren Anhängern für ihr Ergebnis bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bedankt. „Ab heute verändern wir gemeinsam unser Berlin und machen daraus einen besseren Ort“, sagte Eralp bei der Wahlparty ihrer Partei. „In unserer Stadt hat die Liebe und die Gerechtigkeit über den Hass gewonnen und dieses Signal geht raus in die Welt.“ Eralp bedankte sich bei den 19.000 Mitgliedern ihrer Partei in Berlin und bei den „vielen, vielen anderen Menschen, die uns unterstützt haben, weil sie Hoffnung auf ein besseres, ein bezahlbares Berlin, wo alle Menschen in Würde leben kommen, hatten“.
- Der Spitzenkandidat der Berliner SPD, Steffen Krach, hat das historisch schlechte Abschneiden der Sozialdemokraten bei der Abgeordnetenhauswahl als Zäsur bezeichnet. Die SPD sei jahrzehntelang die „Berlin-Partei“ gewesen, sagte Krach am Sonntagabend in der ARD. „Und heute kann man definitiv nicht mehr sagen, dass wir sie sind.“ Die SPD stürzte bei der Wahl in Berlin auf 12,0 Prozent ab. Das sei ein „katastrophales Ergebnis“, sagte Krach. Es sei nicht gelungen, die Berlinerinnen und Berliner von der SPD zu überzeugen, räumte er ein.
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eine Fortsetzung des Reformkurses angekündigt. „Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld“, sagte Merz am Sonntag in der CDU-Parteizentrale in Berlin. „Ich werde das aufbringen als Parteivorsitzender der CDU und vor allem als Bundeskanzler unseres Landes.“
- AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker will in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass die Linke in Berlin wieder an Stimmen verliert. „Wir sind eine superstarke Oppositionsfraktion in dieser Legislatur, und wir werden den richtigen Weg zeigen“, sagte Brinker bei der Wahlparty ihrer Partei im Berliner Abgeordnetenhaus. „Die Linke wird hier wieder verlieren, dafür stehen wir.“ Bei der ARD zeigte sich Brinker mit dem Ergebnis ihrer Partei zufrieden: „Wir sind drittstärkste Kraft in einer Großstadt, in einem Milieu, das für alle Parteien offenbar schwierig ist.“
- Berlins BSW-Spitzenkandidat Alexander King hat sich trotz des noch offenen Ausgangs der Abgeordnetenhauswahl optimistisch gezeigt. „Teilweise, ja, wurden wir totgesagt, und ihr, ihr habt das geschafft, dass wir jetzt an der Fünf-Prozent-Hürde zumindest kratzen“, sagte King bei der BSW-Wahlparty nach der Abgeordnetenhauswahl. „Wir sind abonniert auf spannende Wahlabende, wir wissen es. Wir können es schaffen - und es ist euer Verdienst.“

