Politik

Nase und Scheibe beschädigt: Turbulenter Flug nach Stuttgart

Mit deutlich sichtbaren Spuren ist eine Maschine einer ägyptischen Airline am Donnerstagabend in Stuttgart gelandet. Das Flugzeug war in ein Unwetter geraten.

  • Eingedrückte Nase, gesplitterte Scheibe: Die Maschine der Air Cairo in StuttgartSDMG

    Eingedrückte Nase, gesplitterte Scheibe: Die Maschine der Air Cairo in StuttgartSDMG

Ein Flugzeug ist in das Unwetter geraten, das am Donnerstagabend über der Region Stuttgart wütete, und sichtlich gebeutelt in Stuttgart gelandet. Die Maschine mit der Flugnummer 2952 der Air Cairo sei um 18.10 Uhr dennoch „sicher bei uns gelandet“, teilte Flughafensprecherin Beate Schleicher auf Nachfrage mit. Verletzt wurde offenbar niemand.

Zu Schäden an der Maschine konnte Schleicher keine Angaben machen, auch die Airline war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Auf Bildern ist jedoch zu sehen, dass die Nase des Fliegers, in der sich das Radarsystem befindet, eingedrückt ist. Auch eine Scheibe des Cockpits wurde offenbar beschädigt und ist gesplittert. Bei dem Flugzeug handelt es sich um einen Airbus A320 mit Platz für etwa 180 Passagiere.

Rückflug von Stuttgart nach Ägypten verschoben

Eigentlich hätte die Maschine bereits am Donnerstagabend zurück nach Marsa Alam fliegen sollen, sie blieb aber am Boden. Der Flug sei am Freitagmorgen mit einer Ersatzmaschine nachgeholt worden, hieß es vom Stuttgarter Flughafen.

Die betroffene Fluggesellschaft Air Cairo wurde 1997 gegründet und ist seit 2003 Tochtergesellschaft der ägyptischen Nationalfluggesellschaft EgyptAir. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Kairo. Die Strecke zwischen Stuttgart und Marsa Alam ist ein etabliertes Flugziel. Zudem fliegt die Airline von der baden-württembergischen Landeshauptstadt auch nach Hurghada.

Für den Luftverkehr seien Gewitterzellen ein „kritisches Szenario“, heißt es beispielsweise vom Fraunhofer Institut, das mögliche Schäden durch Hagel an Flugzeugen untersucht. „Gibt es für den Piloten keine andere Möglichkeit, als durch ein Tiefdruckgebiet zu fliegen, können dort auftretende Hageleinschläge eine Gefahr für die Flugzeuginsassen und das Flugzeug bedeuten.“

Fälle, in denen Flugzeuge stark beschädigt werden, sind dennoch selten. Die Radarsysteme erlauben es Piloten, Gewitterzellen meist früh zu erkennen und gegebenenfalls zu umfliegen. Zur Not werden andere Flughäfen in der Nähe angeflogen.

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