Politik

Nach iranischem Angriff: Israel öffnet ab Montag wieder größtenteils die Schulen

Vom Staatsgebiet des Iran sind Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert worden. Das Regime in Teheran spricht von einem Vergeltungsschlag.

  • Iranische Demonstranten vor der britischen Botschaft in Teheran am Sonntag.Foto: AFP/ATTA KENARE

    Iranische Demonstranten vor der britischen Botschaft in Teheran am Sonntag.Foto: AFP/ATTA KENARE

Nach der erfolgreichen Abwehr des iranischen Angriffs öffnet Israel ab Montag in den meisten Teilen des Landes wieder die Schulen. Nach einer Bewertung der Lage sei beschlossen worden, „die Bildungsaktivitäten im ganzen Land ab Montag wieder aufzunehmen“, allerdings mit „Einschränkungen“ im Grenzgebiet zum Libanon und in Ortschaften nahe des Gazastreifens, teilte Armeesprecher Daniel Hagari am Sonntag im Onlinedienst X mit.

Angesichts eines befürchteten iranischen Angriffs hat die israelische Armee am Samstag die vorübergehende Schließung der Schulen im Land angekündigt. Am Sonntag, dem ersten Wochentag in Israel, wurden demnach „Unterrichtsaktivitäten, Reisen und Ausflüge“ an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ausgesetzt. In der Nacht zum Montag hatte der Iran seine Drohung wahr gemacht und erstmals in der Geschichte der Islamischen Republik Israel direkt von seinem Territorium aus angegriffen.

Fast alle Drohnen und Raketen abgefangen

Der Angriff aus dem Iran mit Drohnen- und Raketen war ein Vergeltungsschlag. Teheran schreibt Israel einen Angriff auf ein iranisches Konsulatsgebäude in Damaskus (Syrien) zu, bei dem am 1. April unter anderem zwei Generäle der iranischen Revolutionsgarden getötet worden waren. Nach israelischen Angaben wurden fast alle der 300 vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen abgewehrt.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates, die von Israel anberaumt worden war, eindringlich vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. „Weder die Region noch die Welt können sich weiteren Krieg leisten“, sagte Guterres am Sonntag. „Der Nahe Osten steht am Abgrund. Die Menschen in der Region sind mit der realen Gefahr eines verheerenden, umfassenden Konflikts konfrontiert.“

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