Politik

Mindestens neun Tote bei russischem Raketenangriff auf Kiew

Russland hat in der Nacht zum Donnerstag die ukrainische Hauptstadt Kiew unter Beschuss genommen. Bei der Attacke kamen nach vorläufigen Angaben neun Menschen ums Leben.

  • Rettungskräfte haben nach dem Angriff in Kiew zahlreiche Tote und Verletzte aus den Trümmern geborgen.Foto: AFP/GENYA SAVILOV

    Rettungskräfte haben nach dem Angriff in Kiew zahlreiche Tote und Verletzte aus den Trümmern geborgen.Foto: AFP/GENYA SAVILOV

In Kiew ist die Zahl der Todesopfer nach einem nächtlichen russischen Raketenangriff auf neun gestiegen. Russland habe in den frühen Morgenstunden „einen massiven kombinierten Angriff auf Kiew gestartet“, teilte der staatliche ukrainische Notdienst am Donnerstag im Onlinekanal Telegram mit. Nach vorläufigen Angaben seien neun Menschen getötet und 63 weitere verletzt worden, hieß es weiter. Unter den Verletzten seien sechs Kinder. 

Bei dem Angriff seien zudem Wohnhäuser beschädigt worden, erklärte der Notdienst weiter. Die Suche nach Verschütteten sei im Gange. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte zunächst zwei Tote und mindestens 54 Verletzte gemeldet.

Auch Osten der Ukraine unter Beschuss

Am frühen Morgen hatten die Behörden in Kiew eine Luftalarm-Warnung herausgegeben. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten Explosionen in der ganzen Stadt. Auch Drohnen waren über Kiew zu hören. In einem Luftschutzkeller eines Wohnhauses versammelten sich mehr als ein Dutzend Bewohner, nachdem der Luftalarm ausgelöst worden war, wie ein AFP-Reporter beobachtete.

Auch den Osten der Ukraine nahmen die russischen Streitkräfte ukrainischen Behördenangaben zufolge am Donnerstag unter Beschuss. Der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, erklärte, dass die zweitgrößte Stadt des Landes von sieben Raketen getroffen worden sei. Später fügte er hinzu, dass „ein massiver Drohnenangriff“ auf die Stadt im Gange sei. Die Bewohner forderte er auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Trump spricht trotz Angriffen von Deal mit Russland

Der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak erklärte am Donnerstag, Russland greife Kiew, Charkiw und andere Städte „in diesem Moment mit Raketen und Drohnen“ an. „Putin zeigt nur den Wunsch zu töten“, erklärte Jermak und forderte: „Die Angriffe auf Zivilisten müssen aufhören.“

Bereits am Mittwoch waren durch eine russische Drohnenattacke in der Industrieregion Dnipropetrowsk nach ukrainischen Behördenangaben mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Trotz der fortlaufenden Angriffe sieht US-Präsident Donald Trump derweil einen Deal mit Russland zur Beendigung des Kriegs in greifbarer Nähe.

Datenschutz-Einstellungen