Politik

Junge Alternative Thüringen ist gesichert rechtsextremistisch

Die Junge Alternative Thüringen ist vom Verfassungsschutz des Bundeslands als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden. Das teilte das Landesinnenministerium in Erfurt unter Verweis auf eine Entscheidung des Amts für Verfassungsschutz mit.

  • Björn Höcke, Vorsitzender der Thüringer AfD (Archivbild)Foto: dpa/Ronny Hartmann

    Björn Höcke, Vorsitzender der Thüringer AfD (Archivbild)Foto: dpa/Ronny Hartmann

Das Landesamt für Verfassungsschutz Thüringen hat die „Junge Alternative Thüringen“ (JA) als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft. Die durch die Jugendorganisation der AfD Thüringen vertretenen Positionen seien unvereinbar mit dem Grundgesetz und der Thüringer Landesverfassung, teilte die Behörde am Donnerstag in Erfurt zur Begründung mit.

Der Thüringer Landesverband der AfD wird von Björn Höcke als Parteichef geführt. Deutschlandweit wird die JA als Nachwuchsorganisation der AfD seit 2023 vom Bundesamt für Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Auch die JA-Landesverbände in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.

Der Thüringer Verfassungsschutz begründete seine zum 28. März erfolgte Einstufung laut Innenministerium unter anderem mit deren Berufung auf „ein ethnisch homogenes deutsches Staatsvolk und eine deutsche Abstammungsgemeinschaft“, die „im Widerspruch zu unserem Grundgesetz“ stehe. Die JA formuliere dabei „biologistische Annahmen darüber, wer Deutscher sein kann und wer nicht“. Alle Gruppen, denen die Organisation das Deutschsein abspreche, würden dabei „als pauschal kriminell abgewertet“.

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