Politik

Fast 50.000 Migranten haben Grenze zu Ceuta gestürmt

Die Lage in den spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla ist deutlich angespannter als zuvor angenommen. Spaniens Regierung geht von 49.000 neuen Migranten an einem Tag aus und entsendet das Militär.

  • Menschen versammeln sich am 31. Juli 2026 nahe der Grenzanlage zwischen der marokkanischen Küstenstadt Fnideq und der spanischen Exklave Ceuta. Nach Angaben der Polizei gelangten in der Nacht Tausende Migranten von Marokko nach Ceuta.ABDEL MAJID BZIOUAT/afp

    Menschen versammeln sich am 31. Juli 2026 nahe der Grenzanlage zwischen der marokkanischen Küstenstadt Fnideq und der spanischen Exklave Ceuta. Nach Angaben der Polizei gelangten in der Nacht Tausende Migranten von Marokko nach Ceuta.ABDEL MAJID BZIOUAT/afp

„Tausende“ Migranten haben nach Angaben aus Polizeikreisen in der Nacht zum Freitag die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika gestürmt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das spanische Innenministerium berichtet, sind 49.000 Menschen binnen 24 Stunden ins Land gekommen. Insgesamt 18 Migranten seien beim Versuch, Ceuta zu erreichen, ums Leben gekommen.

„Die ganze Nacht über gab es einen stetigen Zustrom von Menschen“, hieß es aus Polizeikreisen. Obwohl die Zahl der Ankommenden geringer gewesen sei als tagsüber, seien Migranten „auch über Nacht weiter angekommen“. Auch am Freitagmorgen kämen weiter Migranten in der spanischen Exklave an.

Spanien schickt Militär

Bereits zuvor waren binnen weniger Tage mehr als 1500 Migranten in Ceuta eingetroffen, die Polizei und die Guardia Civil schienen kaum einzuschreiten. Spanien entsandte angesichts der Lage Truppen in die Exklave. Regierungschef Pedro Sánchez wollte am Freitag gemeinsam mit Innenminister Fernando Gramnde-Marlaska den Grenzübergang Tarajal besuchen, wie die Regierung mitteilte.

Es handelt sich um die größte Zahl der nach Ceuta gekommenen Migranten seit 2021. Damals stürmten mehr als 10.000 Menschen die Grenze zu der Exklave.

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