Bei landesweit rund 100 Schülerinnen und Schülern an 54 Schulen in Baden-Württemberg sind fehlerhafte Abiturzeugnisse ausgestellt worden. In etwa 70 Fällen hat dies Auswirkungen auf die Abiturschnitte. Betroffen sind auch einzelne Schüler an den Gymnasien in Ditzingen, Leonberg und Weil der Stadt.
Betroffen sind das Gymnasium in der Glemsaue in Ditzingen, das Johannes-Kepler-Gymnasium Leonberg sowie das Johannes-Kepler-Gymnasium in Weil der Stadt. Während in Ditzingen und Leonberg jeweils einem Schüler ein falsches Zeugnis ausgestellt wurde, sind es in Weil der Stadt zwei Fälle. Bei den Zeugnissen, in denen der Abiturschnitt falsch ausgewiesen wurde, liegen die Notenabweichungen in den meisten Fällen im Bereich von einem oder zwei Zehnteln. In wenigen Fällen geht es darüber hinaus. In fast allen Fällen wurde der Schnitt fälschlicherweise zu gut berechnet.
29.000 neue Abiturienten im Land
Ursache ist laut dem Kultusministerium ein Programmierfehler in der Software eines kommerziellen Anbieters, die an den betroffenen Schulen zur Verwaltung und Planung der gymnasialen Oberstufe eingesetzt wurde. Nachdem eine fehlerhafte Berechnung an einem Gymnasium bekannt geworden war, hatte das Kultusministerium eine Überprüfung veranlasst.
29.000 Abiturienten und Abiturienten haben in diesem Schuljahr an allgemeinbildenden Schulen ihren Abschluss gemacht. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg 457 öffentliche und private Gymnasien und 14 Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe.
Zeugnisse werden nun korrigiert
Die Schulen sind dabei, bei den betroffenen Abiturientinnen und Abiturienten die Korrektur der fehlerhaften Zeugnisse vorzunehmen. Dadurch verändern sich in diesen Fällen die Abiturdurchschnittsnoten, aber in allen Fällen werde trotzdem das Abitur bestanden, hieß es. Das Kultusministerium steht mit dem Wissenschaftsministerium im Austausch, um für die Absolventinnen und Absolventen pragmatische Lösungen in laufenden Bewerbungsverfahren für Studienplätze zu ermöglichen.

