Das Kino bleibt für viele ein besonderer Ort – doch in Zeiten von Streamingdiensten kämpfen viele Kinosäle mit rückläufigen Besucherzahlen. Ein neues Abo-Modell möchte dem entgegenwirken. Das Konzept, das bereits erfolgreich in den Niederlanden praktiziert wird, verspricht nicht nur für Filmfans Vorteile, sondern soll auch den Kinos selbst neue Impulse geben. Dabei steht das Modell allen teilnehmenden Kinos offen, unabhängig von Kinoketten, was es deutschlandweit zugänglich macht.
Cinfinity: So funktioniert's
„Cinfinity“ ist ein neues, deutschlandweites Kino-Abo, das ab 26. November 2024 verfügbar sein soll und Kinobesuchern die Möglichkeit bietet, für einen monatlichen Betrag ab 12,50 Euro unbegrenzt Filme in teilnehmenden Kinos zu sehen. Das Abo, das über eine App verwaltet wird, ist nicht an bestimmte Kinoketten gebunden, sondern steht allen Kinos offen, die sich dem Modell anschließen.
Entwickelt wurde „Cinfinity“ von den Kinobetreibern Martin Turowski und Ralf Thomsen. In einer Pressemitteilung der Betreiber heißt es: "Von Kinos für Kinos: Geplant ist eine bundesweite CINFINITY-Community, die das Kino- Erlebnis in den Vordergrund stellt und gemeinsam zelebriert: Filme unbegrenzt im Kino anschauen und mit anderen teilen! Ziel ist es dabei, den Kino-Besuch für möglichst viele Menschen zugänglich, komfortabel und erschwinglich zu machen. Modernste IT-Infrastruktur ermöglicht es, CINFINITY-Abonnenten und Partner-Kinos einen höchstmöglichen Mehrwert zu bieten."
„Cinfinity“ könnte eine Alternative zu bestehenden Abo-Modellen darstellen, die nur in bestimmten Kinoketten gelten, wie etwa die „UCI Unlimited Card“, die 23,40 Euro pro Monat kostet. Andere Anbieter haben bereits ähnliche Modelle getestet oder eingeführt, wie zum Beispiel „Cineville“, das in einigen Städten für 20 Euro pro Monat angeboten wird. In Stuttgart ist „Cineville“ derzeit nicht verfügbar.
Kosten des Kino-Abos
Nutzer haben die Wahl zwischen den Abo-Modellen "CINFINITY Max" und "CINFINITY Flex":
CINFINITY Max
CINFINITY Flex
Bei Filmen mit Überlänge oder in speziellen Formaten wie 3D könnten zusätzliche Kosten für die Abonnenten anfallen, wie es zunächst auf der Webseite des Unternehmens hieß. {"@context":"http://schema.org","@type":"VideoObject","name":"Wie teuer wird der neue Rundfunkbeitrag ab 2025?","description":"In gut einem Monat müssen die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Finanzbedarf der dafür zuständigen Kommission vorlegen\n\nDie Rundfunkanstalten finanzieren sich überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag, den Haushalte und Unternehmen zahlen. Er liegt derzeit bei monatlich 18,36 Euro. Somit werden ARD, ZDF und Deutschlandradio bis Ende 2024 mit mehr als acht Milliarden Euro jährlich finanziert.\n\nDer ARD-Vorsitzende Kai Gniffke hält auch erhebliche Investitionen in Technologie als Schlüssel für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für nötig. Sie seien entscheidend im Wettbewerb mit internationalen Anbietern wie Netflix, Amazon und Spotify.","thumbnailUrl":"https://i2thumbs.glomex.com/dC1icTAxNTZjbDZvMmgvMjAyMy8wMy8yOC8xMC8zM18xM182NDIyYzI2OWIyMTNkLmpwZw==/profile:player-960x540","duration":"PT2M28S","uploadDate":"2023-03-28T10:35:11.000Z","contentUrl":"https://video-websearch-indexing.mes.glomex.cloud/1a4557/v-crhy1rvp2dyx.mp4","embedUrl":"https://player.glomex.com/integration/1/iframe-player.html?integrationId=4059a114jz3wxdip&playlistId=v-crhy1rvp2dyx","provider":{"@type":"Organization","name":"glomex GmbH","logo":{"@type":"ImageObject","url":"https://player.glomex.com/logo_v@2x.png","width":136,"height":146}}}
Teilnehmende Kinos bei Cinfinity
Laut Medienberichten hatten sich bis Juni 2024 knapp 100 Kinos, vor allem in Schleswig-Holstein, für das Programm angemeldet. Es bleibt allen Kinobetreibern selbst überlassen, ob sie am „Cinfinity“-Modell teilnehmen möchten.
Für Kinobesucher bietet „Cinfinity“ den Vorteil, unabhängig von einer bestimmten Kette Filme zu einem Festpreis sehen zu können. Unklar ist jedoch, ob größere Kinoketten wie UCI oder CinemaxX an dem neuen Abo teilnehmen werden, da sie bereits eigene Abonnement-Modelle anbieten oder in der Vergangenheit angeboten haben.
Noch ist nicht bekannt, welche und wie viele Kinos tatsächlich bei "Cinfinity" teilnehmen werden. Auch die Verfügbarkeit des Abos in Kinos in Stuttgart und Baden-Württemberg ist derzeit noch nicht bekannt.
Cinfinity: Wann kommt das Kino-Abo?
Auf den sozialen Medien, insbesondere auf Instagram, weckt Cinfinity bereits großes Interesse. Auf dem eigenen Kanal rührt das Unternehmen seit Wochen die Werbetrommel für den bevorstehenden Start des deutschlandweiten Kino-Abos. Ursprünglich war der Start des Abos für Oktober 2024 geplant, nun wurde dieser auf Ende November 2024 verschoben. Die Kommentare zeigen die Neugier vieler potenzieller Nutzer, die wissen möchten, welche Kinos teilnehmen werden. Cinfinity antwortet darauf stets, dass man bald mehr Informationen veröffentlicht würde.
„Cinfinity“ wird von der Filmförderungsanstalt (FFA) und der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein unterstützt und ist als langfristiges Modell angelegt, das sich in den kommenden Jahren etablieren soll. Die Macher rechnen damit, dass das Angebot langsam wächst und sich mehr Kinos dem Modell anschließen, sobald erste positive Erfahrungen gemacht werden.

