Gute Nachrichten für deutsche Urlauber, die mit Eurowings in den Osterferien nach Spanien reisen: Der große deutsche Ferienflieger ist vom heute begonnenen Streik des dortigen Bodenpersonals vollständig ausgenommen.
Das Unternehmen verfügt auf Mallorca über ein eigenes Handling und arbeitet auf dem spanischen Festland weder mit Groundforce noch mit Menzies zusammen, sondern mit Aviapartner. Somit sind sämtliche Eurowings-Flüge nach Spanien nicht von den Problemen betroffen.
Streik beim Handling-Unternehmen Groundforce
Am Montag, 30. März 2026, hat das Bodenpersonal des Handling-Unternehmens Groundforce an den meisten spanischen Flughäfen einen unbefristeten Streik begonnen. Sogar das Auswärtige Amt unter Leitung von CDU-Minister Johann Wadephul hat bereits eine entsprechende Warnung für Reisende herausgegeben, die über die Osterfeiertage nach Spanien fliegen möchten.
Der Streik betrifft wichtige Bereiche der Bodenabfertigung wie Passagierabfertigung, Gepäck, Fracht, Vorfeldbetrieb und weitere Dienstleistungen. Nach Angaben des spanischen Verkehrsministeriums könnten während der Streiktage mehr als eine Million Passagiere betroffen sein, und bis zu 45 Prozent der Flüge nach Mallorca könnten ausfallen.
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Von den Arbeitsniederlegungen sind laut Gewerkschaft CC.OO mindestens folgende Airports betroffen:
In einer Erklärung des Verkehrsministeriums von letzter Woche werden zudem Sevilla und Zaragoza erwähnt. Womöglich könnten sich weitere örtliche Belegschaften spontan anschließen.
Handling-Streik unbefristet und täglich?
Zum zeitlichen Ablauf des Streiks gibt es noch Unklarheiten: Die Mitarbeiter von Groundforce wollten ursprünglich jeweils montags, mittwochs und freitags zu bestimmten Uhrzeiten ihre Arbeit niederlegen - morgens von 5 bis 7 Uhr, mittags von 11 bis 17 Uhr und abends von 22 bis 24 Uhr.
Eine aktuelle Erklärung der Gewerkschaft CC.OO deutet allerdings darauf hin, dass dies nun täglich und unbefristet geschehen könnte, wenn nicht schleunigst eine Einigung gefunden wird.
Mindestdienste sichern Flugbetrieb teilweise
Eine Regelung zu gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdiensten gilt zunächst bis zum 29. April. Die spanische Regierung hat solche Dienste festgelegt, um den Flugverkehr teilweise aufrechtzuerhalten. Für Inlandsflüge zu den Inseln wie den Kanaren oder Balearen sollen rund 70 bis 80 Prozent der Verbindungen stattfinden.
Bei internationalen Flügen und längeren Strecken innerhalb Spaniens sollen etwa 55 bis 60 Prozent der Flüge durchgeführt werden. Für Kurzstrecken auf dem Festland werden hingegen nur etwa 30 Prozent des normalen Flugangebots abgesichert.
Reisehinweise für Spanien vom Auswärtigen Amt
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden dringend, sich vor dem Abflug über den aktuellen Status ihres Flugs zu informieren, bei Fragen direkt die Airline zu kontaktieren und deutlich mehr Zeit am Flughafen einzuplanen. Trotz der Mindestdienste müsse mit erheblichen Verzögerungen bei der Abfertigung, beim Gepäck und bei den Abflügen gerechnet werden. Eine Reisewarnung im eigentlichen Sinn liegt aber nicht vor.
Zurückgehaltene Löhne für Handling-Personal?
Hintergrund des Streiks sind laut Gewerkschaften Streitigkeiten über die Einhaltung des Tarifvertrags sowie mutmaßlich zurückgehaltene Löhne. Im Übrigen hatte auch das Handling-Unternehmen Menzies ursprünglich Arbeitsniederlegungen für Ende März und Anfang April angekündigt, diese wurden laut Medienberichten jedoch zunächst vertagt.

