Angesichts des anhaltenden Waldbrands in Nordrhein-Westfalen hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die aktuelle Lage informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten den Bundeskanzler am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch „ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt“.
Der Bund habe zudem weitere Löschhubschrauber zur Verfügung gestellt, erklärte der Landkreis Düren. Damit stünden nun zehn Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung.
Feuerwehr in Hürtgenwald ist zufrieden mit der Brandbekämpfung
Die Feuerwehr ist „sehr zufrieden“ mit den Ergebnissen der bisherigen Brandbekämpfung im Hürtgenwald. Feuerwehrsprecher Peter Berndgen sagte der Deutschen Presse-Agentur, für die weiteren Arbeiten hänge nun wieder viel von der Wetterentwicklung ab. „Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein.“ Es gelte aber: „Grundsätzlich starten wir sehr positiv in den Tag.“
Man wolle mit der Brandbekämpfung jetzt immer mehr zur Mitte des Waldbrands vorstoßen. „Was denn möglich ist unter den Rahmenbedingungen: Wir sind auf einer Munitionsverdachtsfläche.“ Im Hürtgenwald liegen noch viele Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg, weil dort Ende 1944 eine große Schlacht im Zuge des Vorrückens der Alliierten stattgefunden hatte.
Hubschrauber bei Brandbekämpfung in Hürtgenwald im Einsatz
Berndgen sagte, die Kräfte würden im Laufe des Tages noch einmal deutlich erhöht. Um die Mittagszeit würden voraussichtlich zehn, elf Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz sein. „Ich denke, da gibt's kaum vergleichbare Lagen, wo so massiv Hubschraubereinsatz stattgefunden hat.“ Darüber hinaus gehe es jetzt um einige „Neben-Baustellen“, etwa eine Optimierung der Wasserversorgung für die Feuerwehr. „Wir bauen etwa Zufahrtmöglichkeiten zu den Talsperren“, sagte Berndgen. „Wir sind ja da in einem Waldgebiet unterwegs, wo sonst halt niemand auch hinfährt.“

