Was taugt „Goldraub“? Der neue „Polizeiruf 110“ aus Świecko im Schnellcheck.
Die Handlung in zwei Sätzen
Seit zwei Jahren rauben Gangster mit Clownsmasken Juweliergeschäfte im deutsch-polnischen Grenzgebiet aus. Beim jüngsten Überfall ist erstmals ein Ladenbesitzer erschossen worden.
Zahl der Leichen
1
Sehenswürdigkeiten
Einige, weil der „Polizeiruf“ vom RBB ausnahmsweise wieder wie früher in Potsdam spielt. Schauplätze sind unter anderem das Alte Museum, das Holländische Viertel und der Park Sanssouci.
Heiterkeiten
Dass Kommissar Rogov seine Nikotinsucht in den Griff kriegen will und deshalb sehr empfindlich reagiert, wenn Ross ins Auto steigt, nachdem er gerade geraucht hat, trägt selbstredend nichts zur Wahrheitsfindung bei, ist aber recht amüsant.
Dynamik
Praktisch gleich null, da der Film zwischen Prolog und Epilog größtenteils aus Befragungen und Gesprächen besteht. Nachdem ein Mantrailer die Leiche eines der beiden Ganoven aufgespürt hat, kommt die Handlung mehr oder weniger zum Stillstand und wird fortan ausschließlich in Form von Dialogen fortgesetzt, weil die Ermittler ein vom Drehbuch unnötig kompliziert dargebotenes Beziehungsgeflecht entschlüsseln müssen.
Unser Fazit
Den im Grunde einzigen Reiz von „Goldraub“ machen die Kontraste zwischen dem Ermittler-Duo aus: hier der knorrige Kommissar alter Schule (Frank Leo Schröder), dort der empathische junge Kollege mit seinem schwarzem Lidstrich und der ausgefallenen Kleidung (André Kaczmarczyk). Regisseur Felix Karolus hat in der Vergangenheit auch für den „Polizeiruf 110“ schon deutlich bessere Filme gedreht. Größtes Manko: die Unterforderung der Krimi-Fans, die gleich zu Beginn ahnen, dass es sich bei den Potsdamer Räubern um Trittbrettfahrer handelt. Wer hinter dem Überfall steckt, ist bald darauf ebenfalls klar.
Spannung
Note 5
Anspruch
Note 4



















