Der Erste Solist Matteo Miccini verlässt das Stuttgarter Ballett zum Ende der Spielzeit 2025/26. Wie die Compagnie am Freitag mitteilte, wechselt der 29-jährige Tänzer zu den Les Ballets de Monte-Carlo unter der Leitung von Jean-Christophe Maillot. Seine letzte Vorstellung in Stuttgart gibt Miccini am 26. Juli als Lenski in John Crankos „Onegin“. Ebenfalls verabschiedet sich an diesem Abend die Gasttänzerin Mackenzie Brown.
„Stuttgart ist mein Zuhause gewesen, seit ich 14 Jahre alt war“, sagt Miccini: „Diese Entscheidung ist mir daher alles andere als leichtgefallen. Das Stuttgarter Ballett hat mir vom ersten Moment an die Möglichkeit gegeben, sowohl als Künstler als auch als Mensch zu wachsen, neue Herausforderungen anzunehmen und unvergessliche Momente auf der Bühne zu erleben. Dafür werde ich immer dankbar sein.“
Miccini kam 2010 an die John-Cranko-Schule und wurde nach seinem Abschluss 2015 ins Ensemble übernommen. 2020 stieg er zum Halbsolisten, 2022 zum Solisten und zu Beginn der laufenden Spielzeit schließlich zum Ersten Solisten auf.
Zu seinen wichtigsten Rollen zählen Prinz Siegfried in „Schwanensee“, Mercutio in „Romeo und Julia“, Lenski in „Onegin“ sowie Des Grieux in „Die Kameliendame“. Ballettintendant Tamas Detrich bedauerte den Abschied und würdigte Miccinis langjähriges Engagement für die Compagnie.„Ich schätze Matteo Miccini sowohl als Tänzer als auch als Menschen sehr“, erklärt Detrich: „Seit 2015 hat er das Stuttgarter Ballett mit großem Engagement, seinem Können und seiner künstlerischen Persönlichkeit bereichert.“

