Kultur

"Ach, liebster Mario" - Abschied von Adorf in München

Über Jahrzehnte gehörte Mario Adorf zu den ganz Großen des deutschen Films. Jetzt nehmen Wegbegleiter Abschied von ihm in der Stadt, die neben Paris auch sein Zuhause war.

  • Die Trauerfeier fand in der Kirche St. Michael statt.Foto: Uwe Lein/dpa

    Die Trauerfeier fand in der Kirche St. Michael statt.Foto: Uwe Lein/dpa

  • Mario Adorf starb am 8. April im Alter von 95 Jahren. (Archivbild)Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Mario Adorf starb am 8. April im Alter von 95 Jahren. (Archivbild)Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

  • Mario Adorf am Rande der Bambi-Verleihung 1978. (Archivbild)Foto: Istvan Bajzat/dpa

    Mario Adorf am Rande der Bambi-Verleihung 1978. (Archivbild)Foto: Istvan Bajzat/dpa

  • Adorfs Kollege Axel Milberg hielt eine der Trauerreden.Foto: Uwe Lein/dpa

    Adorfs Kollege Axel Milberg hielt eine der Trauerreden.Foto: Uwe Lein/dpa

  • Mario Adorf mit seiner Ehefrau Monique. (Archivbild)Foto: Ursula Düren/dpa

    Mario Adorf mit seiner Ehefrau Monique. (Archivbild)Foto: Ursula Düren/dpa

München - Angehörige, Kollegen und Weggefährten haben in München Abschied von Mario Adorf genommen. Der Schauspieler war am 8. April mit 95 Jahren in Frankreich gestorben. Seine Kollegin Iris Berben begann ihre Trauerrede in der Kirche St. Michael mit den Worten "Ach, liebster Mario". "Für mich warst Du immer ein Komplize der Kunst, ein Komplize des Lebens", sagte sie. Ihr Kollege Axel Milberg erinnerte sich in seinen Worten an ein Mittagessen mit Adorf und dessen Frau Monique in Paris Ende 2024. 

"Schon? Warum? Es war doch so schön"

Adorfs Verleger Helge Malchow verlas eine Kurzgeschichte, die der Schauspieler und Schriftsteller kurz vor seinem Tod verfasst hatte. Und sein Manager Michael Stark zitierte Adorfs eigene Abschiedsworte: "Erst wenn es so weit ist, merken wir, dass wir uns unser Leben lang für unsterblich hielten", habe der 95-Jährige erst kürzlich geschrieben - und dass er das Ende annehmen wolle, ohne zu jammern und ohne zu sagen: "Schon? Warum? Es war doch so schön."

Trauerfeier in München, Beisetzung in St. Tropez

Adorf hatte auch eine Wohnung in München, beigesetzt werden soll er jedoch nicht in der bayerischen Landeshauptstadt, sondern an der französischen Mittelmeerküste in St. Tropez. Adorfs Witwe Monique Faye stammt aus Südfrankreich. Das Ehepaar lebte in Paris.

Neben seiner Frau Monique und seiner Tochter Stella, die ihre Rede mit den Worten "Vielen Dank, Mario, vielen Dank, Papi - für alles" abschloss, waren auch Prominente wie Senta Berger, Günter Netzer, Veronica Ferres und David Dietl in die Kirche St. Michael gekommen. Danach sollte es nach Medienberichten zu einem Empfang ins Nobelhotel Bayerischer Hof gehen - dort, wo Adorf am Pool für Helmut Dietls Serie "Kir Royal" einst seine womöglich berühmteste Szene drehte.

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