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Paracetamol-Challenge: Gefährlicher TikTok-Trend erreicht Europa

Jugendliche filmen sich im Rahmen der sogenannten Paracetamol-Challenge bei der Einnahme des Schmerzmittels. Experten warnen vor irreparablen Gesundheitsschäden.

  • Paracetamol-Zäpfchen für Kinder sind weit verbreitet.Foto: Lichtgut/Julian Rettig

    Paracetamol-Zäpfchen für Kinder sind weit verbreitet.Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Ein neuer Internet-Trend schwappt aus den USA nach Europa: Jugendliche nehmen große Mengen des Schmerzmittels Paracetamol ein und filmen dies für Videos auf TikTok. Die Herausforderung besteht darin, eine möglichst große Menge des Schmerzmittels einzunehmen ohne zu sterben – beziehungsweise es zu schaffen, aufgrund der Einnahme möglichst lange im Krankenhaus zu bleiben.

Der Verband Pharma Deutschland in Berlin warnt nun vor dieser extrem gefährlichen Challenge. Wenn die empfohlene Dosis um ein Vielfaches überschritten werde, könne die Leber irreparabel beschädigt werden. Beschwerden wie Blutungsneigung, Gelbsucht und Bewusstseinsstörung bis zum hepatischen Koma könnten teilweise erst 24 bis 48 Stunden nach einer Überdosierung spürbar sein, schreibt die Pharmazeutische Zeitung. In schlimmsten Fall könne dann nur noch eine Lebertransplantation helfen, wenn man die Schäden überhaupt überlebt, so der Verband Pharma Deutschland.

Herkömmliche Nutzung des Schmerzmittels

Grundsätzlich ist Paracetamol ein verlässliches Arzneimittel gegen dezente Schmerzen und Fieber. Verteilt über den ganzen Tag sollen Erwachsene – je nach Gewicht und Alter – bis zu 60 Milligramm Paracetamol pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Insgesamt sollen jedoch maximal 4.000 Milligramm des auch als Acetaminophen bekannten Mittels eingenommen werden.

Gefährliche Mutproben in den sozialen Medien

Die Paracetamol-Challenge ist bei weitem nicht die erste gefährliche Challenge, die sich über TikTok verbreitet hat. Wir haben uns mit Silke Müller – Bestsellerautorin, Schulleiterin und Digitalbotschafterin Niedersachsens – vor ihrer Veranstaltung „Wir verlieren unsere Kinder“ unter anderem über dieses Thema unterhalten. 

Mit Material von KNA und AFP.

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