Wirtschaft

Gerresheimter-Aktie um 10 % gestiegen - Das ist der Grund

Die Gerresheimer-Aktie konnte zum Donnerstag um 10 % zulegen. Doch was steckt hinter dem Kursanstieg?

  • Die Gerresheimer-Aktie ist um 10 % gestiegen. Erfahren Sie, wie Fristverlängerungen und der geplante Verkauf der US-Tochter Centor das Vertrauen der Anleger stärken.Foto: Piotr Swat / Shutterstock.com

    Die Gerresheimer-Aktie ist um 10 % gestiegen. Erfahren Sie, wie Fristverlängerungen und der geplante Verkauf der US-Tochter Centor das Vertrauen der Anleger stärken.Foto: Piotr Swat / Shutterstock.com

Nach einer schwierigen Phase für den Spezialverpackungshersteller Gerresheimer gibt es nun positive Signale. Das Unternehmen konnte sich mit seinen Kreditgebern auf eine Fristverlängerung einigen und hat den Verkaufsprozess für die US-Tochter Centor gestartet. Diese Maßnahmen haben die unmittelbaren finanziellen Risiken reduziert und die Aktie beflügelt. Von knapp 18 Euro am Vortag ging es zum Beginn des neuen Handelstages um über 10 % bergauf. Aktuell notiert das Papier damit auf der 20-Euro-Schallmauer.

Fristverlängerung sorgt für Entspannung

Ein zentraler Grund für den Kursanstieg ist die Einigung mit den Kreditgebern. 96 % der Schuldschein-Inhaber stimmten einer Fristverlängerung bis zum 30. September 2026 zu, was ein Volumen von 870 Millionen Euro umfasst. Auch die Bankenpartner haben unter bestimmten Bedingungen zugestimmt. Diese Vereinbarungen verschaffen Gerresheimer dringend benötigte Zeit, um die Bilanzunstimmigkeiten der Jahre 2024 und 2025 aufzuarbeiten und den testierten Jahresabschluss vorzulegen.

Verkauf von Centor als strategischer Schritt

Parallel dazu hat Gerresheimer den Verkaufsprozess für die US-Tochter Centor eingeleitet. Centor, ein Spezialist für Verpackungssysteme, soll noch in diesem Jahr veräußert werden. Der Verkaufsprozess zieht bereits eine zweistellige Zahl an Interessenten an, was auf einen erfolgreichen Abschluss hoffen lässt. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen die Kapitalstruktur des Unternehmens signifikant verbessern und die Schuldenlast reduzieren.

Operative Stabilität trotz Herausforderungen

Trotz der finanziellen und bilanziellen Herausforderungen zeigt sich Gerresheimer operativ stabil. Das Unternehmen, das 2024 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erzielte, berichtet von einer soliden Auftragslage im Jahr 2026. Diese Stabilität und die Aussicht auf eine baldige Klärung der Bilanzfragen haben das Vertrauen der Anleger gestärkt.

Fazit

Die Gerresheimer-Aktie profitiert von der breiten Unterstützung der Kreditgeber und den Fortschritten beim Centor-Verkauf. Diese Entwicklungen haben die unmittelbaren Risiken reduziert und den Weg für eine nachhaltige Verbesserung der Kapitalstruktur geebnet. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da die Ergebnisse der internen Untersuchungen und der Abschluss des Verkaufsprozesses entscheidend für die weitere Entwicklung sind.

Datenschutz-Einstellungen