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Zwei VfB-Offensivkräfte im Fokus

Während die Stuttgarter ein Angebot für Jamie Leweling abgelehnt haben, liegt für Bilal El Khannouss nach wie vor keines vor. Vom Tisch sind Wechsel aber noch nicht. Die Einzelheiten kurz vor Transferende.

Stuttgart - Auf dem Feld haben sie zuletzt aufgrund ihrer Einwechslungen nur Nebenrollen gespielt, abseits des Rasens aber sind Bilal El Khannouss und Jamie Leweling mit Blick auf den Transfermarkt die bestimmenden Personalien rund um den VfB Stuttgart. Bis einschließlich Dienstag ist das Wechselfenster in den großen europäischen Ligen noch geöffnet, wobei die Offensivspieler beim Fußball-Bundesligisten nach wie vor als Kandidaten für einen Abgang auf den letzten Drücker gelten – vor allem El Khannouss steht seit Wochen im Transferfokus.

Der aktuelle Stand beim marokkanischen Nationalspieler: Ein offizielles Angebot liegt dem VfB zwar nicht vor – allerdings wurde der Club von Beraterseite darüber informiert, dass sich zwei englische Erstligisten mit dem Spieler befassen: Newscastle United, das in der vergangenen Saison bereits Nick Woltemade kurz vor Transferschluss aus Stuttgart verpflichtet hatte und der FC Everton, der kürzlich noch Testspielgegner des VfB bei dessen Saisoneröffnung war. Beide Premier-League-Clubs wollen sich in der Offensive noch verstärken, beide fahren aber mehrgleisig. El Khannouss ist also nicht der einzige Kandidat.

Außerdem: Auf eine Ablöse müssten sich der VfB und der aufnehmende Verein ja auch noch verständigen. Nach der starken WM mit Marokko und dem Einzug in das Viertelfinale war El Khannouss in aller Munde, Summen von 60 Millionen Euro bestimmten die öffentliche Diskussion. Diese Zahlen sind inzwischen kein Thema mehr – allerdings wollen und werden die Stuttgarter den Spieler auch nicht um jeden Preis abgeben. Zum einen, da er in Bad Cannstatt über ein langfristiges Arbeitspapier bis 2030 ohne Ausstiegsklausel verfügt und damit kein Zeitdruck besteht. Zum anderen, da der VfB das Geld im Hier und Jetzt nicht zwingend benötigt.

Für die Stuttgarter Entscheider rund um Vorstandschef Alexander Wehrle (rechts) und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth (links) sind die finalen Tage einer Transferphase meist arbeitsintensiv. Die wirtschaftlich stabile Lage hat es den VfB-Verantwortlichen nun auch erleichtert, ein Angebot für Leweling abzulehnen. Wie „Sky“ berichtet, hat die AS Rom (ebenfalls in der Champions League vertreten) gut 40 Millionen Euro für den deutschen Nationalspieler offeriert – in einem Modell mit Leihe und anschließender Kaufpflicht. Diese Summe ist den Stuttgartern deutlich zu gering. Zwar gilt Leweling (Vertrag bis 2029) nicht als unverkäuflich, nach Informationen unserer Redaktion geht es in seinem Fall aber um Dimensionen von 50 bis 60 Millionen Euro. Zudem müsste auch der Flügelstürmer einem Wechsel zustimmen. Zuletzt hatte Leweling mehrfach betont, sich in Stuttgart wohl zu fühlen und mit dem VfB in der Königsklasse spielen zu wollen.

Unabhängig von den Verhandlungen im Hintergrund steht außer Frage, dass beim VfB auf die Finanzen geschaut wird. Bislang stehen dabei in diesem Sommer in puncto Transfers mehr Ausgaben als Einnahmen zu Buche, vor allem die Verpflichtungen von Dzenan Pejcinovic vom VfL Wolfsburg (25 Millionen Euro) und Leo Sauer von Feyenoord Rotterdam (15 Millionen Euro) fallen ins Gewicht. Zugleich ist es aber auch nicht so, dass überhaupt keine nennenswerten Transfereinnahmen geflossen sind: Stürmer Jovan Milosevic wechselte für acht Millionen Euro nach Portugal zu Sporting Braga, Flügelspieler Lazar Jovanovic steht kurz vor einem Abgang zu Udinese Calcio, was dem VfB dem Vernehmen nach 6,5 Millionen Euro zuzüglich Boni bringen soll.

Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben wäre in diesem Sommer verkraftbar, da sich bereits im Winter-Transferfenster in vier Monaten die nächste Möglichkeit auf Wechsel und Ablösen bietet. Daher blickt man beim VfB gelassen auf die letzten Tage des Sommer-Transferfensters – aber natürlich wachsam und im Wissen, dass jederzeit neue Dynamiken entstehen können. Zum einen bei El Khannouss, der in der Rückrunde der vergangenen Saison nicht mehr so befreit aufspielte wie in der Hinrunde und nicht zuletzt aufgrund seiner Saison bei Leicester City 2024/25 in der Premier League kein Unbekannter ist. Zum anderen bei Leweling, da der 25-Jährige mit seiner Physis und Durchsetzungsfähigkeit für viele Clubs ein spannendes Profil zu bieten hat.

Kommt es nun noch zu einem Last-Minute-Wechsel beim VfB? Absehbar ist: Wenn überhaupt wird es lediglich in einem der beiden Fälle eine Vollzugsmeldung geben. Denn dass die Stuttgarter sowohl El Khannouss als auch Leweling ziehen lassen, ist äußerst unwahrscheinlich. Viel Zeit bleibt nicht mehr, um Klarheit zu schaffen – am Dienstagabend ist Deadline.

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