EishockeySportaufmacher 2

Zwei beinahe identische Niederlagen für die Steelers

In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2 dümpelt Bietigheim im Tabellenkeller umher. Zu viele Fehler werden von Landshut und Ravensburg bestraft.

  • Nur selten kommt Benjamin Zientek (links) von den Bietigheim Steelers an seinem Ravensburger Gegenspieler vorbei. Foto: Baumann

    Nur selten kommt Benjamin Zientek (links) von den Bietigheim Steelers an seinem Ravensburger Gegenspieler vorbei. Foto: Baumann

Eishockey. Zwei Spiele – zwei Mal das gleiche Ergebnis. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2 haben die Bietigheim Steelers sowohl gegen die Ravensburg Towerstars als auch gegen EV Landshut jeweils mit 3:5 verloren.

Landshut trifft in einer guten Phase der Bietigheimer zum ersten Mal

Nach der 3:5-Niederlage im Baden-Württemberg-Duell gegen Ravensburg am Freitag ging es zwei Tage später für die Steelers nach Landshut. In Niederbayern erlebten die Ellentäler eine Partie, die ähnlich wie die zwei Tage zuvor ablief. Erneut gingen die Bietigheimer zu fahrlässig mit ihren Chancen um, während der Gegner effizienter agierte. Erneut traf Cole Fonstad doppelt und Trainer Tim Kehler wechselte im Spiel den Goalie. Und schließlich unterlagen die Ellentäler erneut mit 3:5. Zwischen den Pfosten begann zunächst Felix Noack statt Keanu Salmik, der gegen Ravensburg vier Treffer kassiert hatte. Es fehlten, wie schon am Freitag, verletzungsbedingt Mike Fischer, Alexander Preibisch und Arne Uplegger im Aufgebot der Bietigheimer.

In einem munter laufenden Spiel starteten die Steelers zunächst gut. Die erste große Chance der Gäste ließ Dominik Klein aus, der alleine vor EVL-Keeper Stepan Lukes viele zu überhastet abschloss und die Scheibe am Tor vorbei legte. Kurz vor dem Powerbreak fiel dann das erste Tor der Landshuter. Martin Has wollte die Scheibe vor das Tor zum einschussbereiten Seonwoo Park querlegen. Doch Steelers-Verteidiger Maksim Hanzek fälschte den Puck bei der Hereingabe so unglücklich ab, dass das Spielgerät vorbei an Keeper Noack flach ins Tor zum 1:0 trudelte.

Direkt nach dem Powerbreak leisteten sich die Ellentäler einen kapitalen Abwehrfehler. Luca Franzese verlor die Scheibe im eigenen Drittel. Der Kanadier Marc-Olivier Roy schaltete ganz schnell um und feuerte den Puck dem nicht gut aussehenden Felix Noack direkt durch die Hosenträger zum umjubelten 2:0 (11.).

Dann leerte sich das Spielfeld. Denn Marek Racuk hakte nach, obwohl EVL-Keeper Lukes die Scheibe schon fest im Handschuh hatte. Der Bietigheimer wurde auf die Strafbank geschickt. Da kurz darauf auch Cole Fonstad eine Strafe kassierte, waren die Steelers in doppelter Unterzahl. Die Scheibe lief gut durch die EVL-Reihen und David Elsner schob nach toller Kombination zum 3:0 ein (19.).

Die Niederbayern starteten dann mit zwei Wechselfehlern ins zweite Drittel, wodurch die Steelers plötzlich in doppelter Überzahl waren. Das Fünf-gegen-Drei sollte nur ganze vier Sekunden andauern. Dann traf Cole Fonstad per Schlagschuss vom Bully direkt zum 1:3-Anschlusstreffer (22.).

In Unterzahl kassieren die Steelers die Tore zum 1:4 und 1:5

Es kam nun zu einigen Power Play-Situationen für beide Teams. Bietigheim war drauf und dran, auf 2:3 zu verkürzen. Doch Jack Dugan scheiterte in Überzahl zweimal am glänzend reagierenden Landshuter Keeper Lukes.

Dann hatten auch die Steelers zu viele Spieler auf dem Eis und mussten eine Strafe hinnehmen. Im Power Play konnte Felix Noack einen Schuss nicht festmachen. Die zwischen seinen Schonern frei liegende Scheibe schnappte sich EVL-Stürmer Tobias Lindberg und der Schwede netzte zum 4:1 ein.

Nur 39 Sekunden später lag der Puck schon wieder im Bietigheimer Kasten. Einen Schuss von Colton Jobke fälschte Fabian Voit entscheidend ab und es stand 5:1 nach 32 Minuten. Damit war der Arbeitstag für Felix Noack beendet, denn Steelers-Trainer Kehler brachte nun Keanu Salmik rein.

Die Ellentäler ließen den Kopf nicht hängen. Bastian Eckl brachte nach Scheibeneroberung den Puck aufs Tor und Marek Racuk gelang es, die Kelle vor dem Tor reinzuhalten und den schnellen Anschlusstreffer zum 2:5 (33.) zu erzielen. Im Schlussdrittel traf David Cerny im Power Play nur den Außenpfosten und der EVL überstand diese Phase. Im Bietigheimer Tor fügte sich Keanu Salmik gut ein und parierte in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen den auf ihn zufahrenden Immo Tor.

Die Uhr lief nun aber gnadenlos gegen die Steelers runter in einer Partie, die im Schlussabschnitt von Nickeligkeiten und wenigen Torchancen geprägt war. Cole Fonstad erzielte auf Zuspiel von Jack Dugan noch seinen zehnten Saisontreffer (56.). Doch dann passierte nichts mehr und die Steelers unterlagen auch am Sonntag mit 3:5. „Das Spiel ist schwer zu analysieren“, sagte Steelers-Trainer Tim Kehler in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Beide Teams hatten viel Energie und Emotionen. Wir haben offensiv gute Phasen, hatten aber Probleme den Puck aus unserem Tor zu halten. Wir sind ein Team, das Tore schießen und Chancen herausspielen kann, aber wir müssen in der Verteidigung besser stehen.“

Nach dem 1:5 ist die Partie gegen Ravensburg entschieden

Gegen Ravensburg waren die Steelers am Freitag durch die Gegentore von Simon Sezemsky (11.) und Matej Mrazek (25.) in Rückstand geraten, ehe David Cerny der Anschluss gelang (31.). Nur wenige Sekunden später trafen die Gäste in Person von Matt Fonteyne jedoch erneut (32.). Mark Rassell (40.) und Louis Latta (52.) bauten den Vorsprung aus. Cole Fonstad konnte das Ergebnis mit einem Doppelpack immerhin etwas erträglicher gestalten (52. und 58.). ust/dd

Datenschutz-Einstellungen