LokalesVaihingenS-VKZ-Tour

Zahl der Wanderer schmilzt dahin

  • Die Getränkestation ist in diesem Jahr nötiger denn je.

    Die Getränkestation ist in diesem Jahr nötiger denn je.

  • Laura und Andi vom DRK begleiten die Wandernden auf ihren Einsatzrädern.

    Laura und Andi vom DRK begleiten die Wandernden auf ihren Einsatzrädern.

  • Freundliche Helferinnen der VKZ assistieren beim Überqueren der Fahrbahn.

    Freundliche Helferinnen der VKZ assistieren beim Überqueren der Fahrbahn.

  • Trotz der Hitze ist die Laune der Teilnehmenden gut.  Fotos: Banholzer

    Trotz der Hitze ist die Laune der Teilnehmenden gut. Fotos: Banholzer

  • Endlich Schatten!

    Endlich Schatten!

  • In kleinen Gruppen nehmen es die Teilnehmer mit der Sonne auf.

    In kleinen Gruppen nehmen es die Teilnehmer mit der Sonne auf.

  • Wir sehen uns im Ziel: Radler und Wanderer verabschieden sich kurz nach dem gemeinsamen Start.

    Wir sehen uns im Ziel: Radler und Wanderer verabschieden sich kurz nach dem gemeinsamen Start.

  • Herrlicher Ausblick auf Hohenhaslach.

    Herrlicher Ausblick auf Hohenhaslach.

  • Malerischer Weg entlang der alten Bahngleise.

    Malerischer Weg entlang der alten Bahngleise.

  • Gleich ist es geschafft. Steffen und Simon auf der Zielgeraden.

    Gleich ist es geschafft. Steffen und Simon auf der Zielgeraden.

Kleinglattbach. Während sich die Radfahrenden der Tour zumindest mit dem Fahrtwind etwas kühlen können, ist die Wanderung in diesem Jahr wirklich etwas für Hartgesottene. Angesichts der vorhergesagten Hitze bleiben viele Stammgäste gleich ganz daheim und schonen lieber ihren Kreislauf. So machen sich denn lediglich 73 Tour-Teilnehmende zu Fuß auf die mit rund elf Kilometern veranschlagte Strecke, die einmal rund um Kleinglattbach führt.

Vom Start an der Ottmar-Mergenthaler-Realschule führt die Route entlang der alten Bahngleise in Richtung Bahnhof und Gummibärenland, dann hinaus auf die Felder in weitem Bogen bis Sersheim und zurück nach Kleinglattbach, wo es durch den Wald bis hinauf zum Häckselplatz unter der Eselsburg geht. Anschließend führt der Weg durch den Wald wieder zurück zur Halle im See. Mit dabei sind Gerlinde und Thomas. „Wir sind an der Haustür gestartet“, sagen die beiden Kleinglattbacher schmunzelnd. Früher sind sie öfter mitgeradelt, heuer wählen sie erstmals den Weg zu Fuß. Als Mitglieder einer kleinen Wandergruppe sind sie auch die hohen Temperaturen gewöhnt. „Wir erwischen immer die heißesten Tage.“ Ihr Rezept: viel trinken und sich Zeit lassen. „Wir müssen nicht als erste im Ziel sein.“

Auch eine Seniorin aus Markgröningen, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, ist erstmal bei der Wander-Tour dabei. Das Tempo der vorweg marschierenden Albvereinler, die die Route ausgearbeitet haben, ist ihr etwas zu stramm. „Das ist schon in Ordnung so“, besänftigt sie eine Begleiterin. „Du musst ja nicht Schritt halten.“ Der Wanderbegleiter der Markgröningerin, ebenfalls im Seniorenalter, erinnert sich derweil an die vielen Alpenwanderungen seines Lebens. Eine der schönsten sei in Slowenien gewesen. „Das war herrlich.“

Inzwischen kommt in der Ferne Hohenhaslach in Sicht. Ganz so weit müssen die Füße aber nicht tragen. Jetzt wird erst einmal angehalten und an der Ensinger-Getränkestation nachgetankt. Die wohl jüngste Teilnehmerin der Wanderung, die knapp zweijährige Nadine aus Gündelbach, genießt die Tour im Buggy, den Papa Günter und Mama Claudia schieben. Das sechs Jahre alte Brüderchen Hannes schießt im Laufrad daneben her. Kinder sind in diesem Jahr eine Seltenheit auf der Wanderstrecke, entlang derer sich das Teilnehmerfeld schnell in die Länge zieht. Manche haben am Start gar nicht mitbekommen, dass die Wanderer sich gleichzeitig mit den Radlern auf den Weg machen und zuckeln etwas hinterher.

„Das ist sicher eine schöne Strecke, aber in der Hitze ist es schon hart“, sagen die beiden Horrheimer Steffen und Simon, beide Anfang 30. Steffen ist meistens bei der Tour mitgeradelt, im vergangenen Jahr wechselte er zur Wanderung. Kumpel Simon war der einzige im Freundeskreis, der sich zum Mitmachen überreden ließ. „Ich kann ihn ja nicht allein wandern lassen“, sagt er. Trotz der äußeren Umstände stehen die beiden die volle Strecke durch. Das ist nicht selbstverständlich in diesem Jahr. Wer die erste Hälfte geschafft hat, überlegt sich nämlich gut, ob es damit nicht genug ist. Die Hitze fordert ihren Tribut. Jeder Kilometer fühlt sich fast an wie zwei. Bei den Temperaturen bräuchte es mehr Wege durch den Wald, ist sich eine Gruppe einig, die das schützende Blätterdach am Ortsrand von Kleinglattbach erreicht hat. Aber fürs Wetter könnten ja die Organisatoren nichts. Einige kürzen hier die Runde ab und kehren direkt zur Hocketse zurück. Die Wegführung macht eine solche Abkürzung zum Glück möglich. Sicherheitshalber patroulliert auch das DRK entlang der Strecke. Laura und Andi haben viel Spaß dabei und zum Glück wenig zu tun: keine Hitzschläge, nur ein Wespenstich.

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