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Vaihinger Tierheim braucht Hilfe bei Behandlungskosten

Hilfe für Mensch und Tier: Bei der VKZ-Spendenaktion stehen in diesem Jahr die Diakonische Bezirksstelle in Vaihingen und das Tierheim im Mittelpunkt. Heute geht es um die Kosten der tierärztlichen Versorgung von Hunden, Katzen, Vögeln oder Nagern.

  • Wenn Hunde oder Katzen des Vaihinger Tierheims medizinische Hilfe benötigen, kümmert sich der Vaihinger Tierarzt Halim Khelladi darum.  Foto: Petzold

    Wenn Hunde oder Katzen des Vaihinger Tierheims medizinische Hilfe benötigen, kümmert sich der Vaihinger Tierarzt Halim Khelladi darum. Foto: Petzold

  • vkz spendenaktion

Vaihingen. An jedem Mittwochnachmittag ist im Tierheim in der Vaihinger Enzgasse Sprechstunde. Sozusagen. Denn Hunde oder Katzen sprechen ja nicht im eigentlichen Sinn. Halim Khelladi versteht sie wohl meistens trotzdem. Der Tierarzt, der seine Praxis in der Vaihinger Grabenstraße hat, ist per Vertrag quasi zum Hausarzt des Tierheims geworden. Er versorgt die vierbeinigen oder gefiederten Bewohner, verabreicht Medizin gegen akute Beschwerden, gibt Entwurmungsmittel gegen Parasiten oder impft gegen gefährliche Krankheiten.

„Wir müssen jeden Monat schauen, wie wir über die Runden kommen.“

Anneliese Petzold, Tierheimleiterin

Da im Tierheim vor allem Katzen untergebracht sind und viele davon frei geboren wurden, ist deren Kastration einer der häufigsten Eingriffe. Denn die rasante Vermehrung von Straßenkatzen ist die Quelle für viel Leid: Die meisten Katzenbabys, die ohne anschließende menschliche Versorgung in Scheunen oder anderen Verstecken das Licht der Welt erblicken, werden nicht alt. Sie leiden an Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen, Unterernährung und Parasiten. Das betont auch der Deutsche Tierschutzbund: „99 Prozent der aufgefundenen Kätzchen sind krank; unzählige sterben unmittelbar nach der Geburt oder kurz darauf.“ Die Tierschützer, die den Bestand der Straßenkatzen in Deutschland auf mehrere Millionen schätzen, fordern daher eine bundesweite Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen.

Für die dem Deutschen Tierschutzbund beziehungsweise dem Landestierschutzverband angehörigen Vereine wie dem Tierschutzverein Vaihingen, der das Tierheim betreibt, ist es daher eine zentrale Aufgabe, gegen die Überpopulation anzugehen. „Kastrationen machen circa 80 Prozent unserer Tierarztkosten aus“, sagt die ehrenamtliche Vaihinger Tierheimleiterin Anneliese Petzold. Zwar bekommt das Tierheim für seine Arbeit Geld von den Kommunen und es gebe für Kastrationen auch einen Zuschuss vom Landestierschutzverband. Doch diese Mittel sind begrenzt und um eine dauerhafte Finanzierung gewährleisten zu können, ist die Höhe der Zuwendung je Verein gedeckelt. Mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein ist das daher nicht, weshalb sich das Tierheim um weitere Geldgeber bemühen muss, wie Petzold betont: „Ohne Spenden ist relativ schnell Ende.“ Zumal es mit der bloßen Kastration nicht getan ist. Während der Eingriff bei Katern unkompliziert ist, ist bei weiblichen Tieren auch eine medizinische Nachsorge nötig. Für ein paar Tage müssen die Katzen daher noch im Tierheim bleiben. Einige Tiere benötigen wegen besonderer Erkrankungen auch ein Spezialfutter, was natürlich entsprechend mehr kostet.

Das Team um Anneliese Petzold ist sehr dankbar, dass Tierarzt Khelladi wöchentlich im Tierheim vorbeischaut und zudem Operationen in seiner Praxis vornimmt. Doch auch der Vertragstierarzt muss sich an die Gebührenordnung halten. Diese wurde Ende 2022 erstmals nach längerer Zeit wieder angepasst und jeder Tierhalter weiß, was das bedeutet. Denn seither kosten Behandlungen deutlich mehr. Auch für das Vaihinger Tierheim bedeutet das laut Petzold mehr denn je: „Wir müssen jeden Monat schauen, wie wir über die Runden kommen.“ Und nicht jede Operation ist ein Standardeingriff. Bei komplizierteren Leiden kann es richtig teuer werden. „In solchen Fällen machen wir dann einen Spendenaufruf“, sagt die Tierheimleiterin.

So können Sie spenden

Weitere Infos gibt es im Internet auf der Seite tierheim-vaihingen.de. Das Spendenkonto bei der Kreissparkasse Ludwigsburg hat folgende IBAN: DE 1260 4500 5000 0861 1006. Bitte bei der Überweisung als Betreff „VKZ-Spendenaktion“ angeben.

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