stuttgart - Kris Vansnick ist nicht nur Trainer des belgischen Frauen-Nationalteams und des französischen Volleyball-Erstligisten Levallois Paris Saint-Cloud, sondern auch ein guter Bekannter von Konstantin Bitter – weshalb es nahe lag, dessen Team Allianz MTV Stuttgart erneut zum Vorbereitungsturnier nach Paris einzuladen. Nach drei Stunden im TGV kam der Bundesligist in der französischen Hauptstadt an, allzu viele neue Erkenntnisse hat der MTV-Trainer dort jedoch nicht gewonnen. „Es war gut, dass wir gespielt haben“, sagte Bitter, „intensiv testen konnten wir allerdings nicht.“ Dazu gab es zu viele körperliche Beschwerden.
Einige der Stuttgarterinnen konnten nach den harten Trainingseinheiten in den Tagen zuvor aufgrund kleinerer Blessuren nicht mit voller Kraft spielen, andere wurden mit Blick auf die Belastungssteuerung geschont. „Wir waren ein bisschen limitiert und haben viel mit unseren jungen Spielerinnen agiert“, sagte Konstantin Bitter, „trotzdem war es ein guter Test für uns, denn wir werden auch während der Saison nicht immer aus dem Vollen schöpfen können.“
Das erste Spiel gegen Vandoeuvre Nancy, das in der vergangenen Saison die Hauptrunde in der französischen Liga auf Rang zwei beendet hatte, verlor Allianz MTV Stuttgart mit 2:3, am Tag darauf gab es gegen Viteus NUC aus Neuchatel in der Schweiz einen 3:1-Erfolg. „Das Turnier war perfekt organisiert, und Paris ist immer einer Reise wert“, sagte Konstantin Bitter, der am Montag mit seinem Team in eine weitere intensive Trainingswoche gestartet ist. Am Donnerstag findet eine gemeinsame Spiel-Einheit mit den Roten Raben Vilsbiburg statt – und am Samstag ein Härtetest.
Dann fährt Allianz MTV Stuttgart zum Double-Gewinner der vergangenen Saison. Für den VfB Suhl ist dieser Termin die Generalprobe vor dem Supercup-Duell mit dem Dresdner SC am Samstag, 3. Oktober (17.15 Uhr). „Wir werden vor Zuschauern spielen, uns erwartet ein heißes, ernsthaftes ‚Freundschafts’-Spiel“, sagte Konstantin Bitter, „der VfB Suhl steht schon am Ende seiner Vorbereitung und wird richtig bereit sein. Für uns ist es gut, so eine Situation zu erleben.“ Ihre erste Partie bestreiten die Stuttgarterinnen dann ebenfalls gegen den Dresdner SC – am 10. Oktober reisen sie zum Bundesliga-Auftakt nach Sachsen.
