Stuttgart - An diesem Freitag geht's los: Die Frauen des VfB Stuttgart beginnen mit der Vorbereitung auf die erste Saison der Vereinsgeschichte in der Fußball-Bundesliga. Nach drei Aufstiegen in Folge soll das Erreichte nicht gleich wieder gefährdet werden, der Club will sich in der höchsten deutschen Liga etablieren. Und hat den Kader dafür ordentlich umgebaut.
Elf Spielerinnen haben das Team verlassen, zunächst sind acht neue gekommen, ehe am Mittwochvormittag die neunte Neue bekannt gegeben wurde. Sie gilt als eine Art Top-Transfer der VfB-Frauen.
„Sie verfügt über eine außergewöhnliche Qualität und bringt darüber hinaus viel Erfahrung in unsere Mannschaft ein. Zudem wird sie als Persönlichkeit sowie durch ihre sehr positive Ausstrahlung einen großen Einfluss auf das Team haben“, sagt Sascha Glass, der General Manager für den Frauenfußball beim VfB – über Laura Giuliani. Die Italienerin kommt vom italienischen Erstligisten AC Mailand zum VfB und hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.
Damit ist nicht nur der Kader, sondern auch das Torhüterteam komplett. Bisher war die 22-jährige Kiara Beck die unumstrittene Nummer eins, zudem ist Eve Boettcher weiterhin im Aufgebot. Laura Giuliani wird die Hierarchie nun wohl verändern. Davon ist mit Blick auf ihre Vita zumindest auszugehen.
Die heute 33-Jährige hat 106 Partien für das italienische Nationalteam bestritten. Mit Juventus Turin wurde sie viermal italienische Meisterin, ehe sie in ihre Heimatstadt wechselte und bei AC Milan Stammkeeperin war. Auch Deutschland-Erfahrung hat Giuliani bereits gesammelt. Sie spielte einst beim FSV Gütersloh, beim Herforder SV, dem 1. FC Köln und dem SC Freiburg.
„Ich habe mich ganz bewusst für eine Rückkehr nach Deutschland und den VfB entschieden“, sagt sie, „die Entwicklung des Clubs generell sowie im Frauenfußball ist außergewöhnlich.“
