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Stojak köpft Kickers zum Auswärtssieg

Der Regionalligist verspielt erst leichtfertig eine 2:0-Führung, doch Trainer Holger Bachthaler wechselt die richtigen Spieler ein.

  • Yannick Glessing beglückwünscht den Siegtorschützen David StojakFoto: /Ulmer

    Yannick Glessing beglückwünscht den Siegtorschützen David StojakFoto: /Ulmer

Dreieich - Die Spieler der Stuttgarter Kickers brachen nach dem Abpfiff nicht in Jubelstürme aus. Nach der Hitzeschlacht lagen sie sich erschöpft in den Armen und freuten sich eher verhalten über das 3:2 (2:2) bei Eintracht Frankfurt II. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen ist den Blauen ein Traumstart geglückt. „Wir sind sehr zufrieden, wir sind gut ins Spiel reingekommen und haben uns in der zweiten Halbzeit wieder gut reingekämpft, die Spielkontrolle übernommen und verdient gewonnen“, freute sich Geschäftsführer Sport Lutz Siebrecht.

Trainer Holger Bachthaler setzte auf die gleiche Startelf wie beim 4:2 gegen Ulm. Die Kickers eroberten viele Bälle früh. Yannick Glessing nutzte einen Ballgewinn zum schnellen 1:0 (6.), Melkamu Frauendorf erhöhte nach einer starken Einzelleistung auf 2:0 (13.). Doch die Führung hielt nicht lange. Nach einem abgefangenen Abschlag von Felix Dornebusch traf Keito Kumshiro zum 1:2 (20.). In der 31. Minute vergab Glessing das mögliche 3:1. Im Gegenzug konterte die Eintracht: Paul Wünsch setzte sich mit einem Solo durch und legte quer auf Jonas Bauer, der zum 2:2 traf. Damit hatten die Kickers ihre Führung leichtfertig verspielt. Nach der Pause zeigte sich erneut, dass Bachthaler mit seinen Umstellungen richtig lag. Mit David Stojak, Leandro Mendes und Maximilian Zaiser kam frischer Schwung. Am Siegtreffer waren zwei der drei Joker direkt beteiligt: Zaiser flankte präzise, Stojak köpfte zum 3:2 ein (71.). „So soll es sein, dass die Spieler, die hereinkommen, uns einen Mehrwert geben. Wir haben eine mannschaftlich gute Leistung abgeliefert“, sagte Siebrecht.

In der Schlussphase mussten die Kickers vor 1250 Zuschauern in Dreieich noch einige brenzlige Situationen überstehen. Nico Fundel köpfte den letzten Ball kurz vor der Linie aus der Gefahrenzone. Bachthaler: „Ich bin mehr als zufrieden mit dem Ausgang des Spiels, aber wir hatten noch zu viele einfache Ballverluste und in der Defensive die eine oder andere Unachtsamkeit zu viel. Aber heute war es auch eine Mentalitätsfrage. Bei brutalen Temperaturen haben beide Teams ein sehr engagiertes Spiel abgeliefert.“

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