Oberriexingen. Was ist geboten auf der vom Rad-Sport-Verein Vaihingen vorgeschlagenen Strecke, die natürlich wieder beschildert, vom Roten Kreuz begleitet und an besonders prekären Stellen abgesichert wird? Um gleich Ungereimtheiten vorzubeugen: Die angekündigte Streckenlänge stimmt nicht ganz. Bei der Vortour in der vergangenen Woche hat das Komoot-System 35,1 Kilometer gemeldet, am Fahrradtacho waren es sogar 36,5 Kilometer. Das dürfte aber sicher niemand vom Start abhalten.
Erst in Richtung Unterriexingen
Treffpunkt ist am Sportgelände des TSV an der Mühlstraße. Start ist wie immer seit Tour Nummer 1 am 9. August 1980 – damals mit dem Ziel Riet – pünktlich um 10 Uhr. Bitte mit Helm fahren! Über die Enzbrücke fahren die Teilnehmenden vor zur Straße nach Enzweihingen/Unterriexingen. Die Radler haben ausnahmsweise Vorfahrt. Ab in Richtung Unterriexingen. Man bleibt auf der Straße, denn der Gehweg ist einfach zu schmal. Nach 2,6 Kilometern geht es in einer scharfen Kurve rechts ab und es wird dem Radwegschild Hochdorf/Pulverdingen gefolgt. Es geht bergauf. Im oberen Abschnitt sind es 13 Prozent Anstieg, weiß Tourplaner Jürgen Rebstock, der tapfer ohne E-Antrieb unterwegs ist. Immerhin ist es im „Muckenschupf“ schön schattig. Bei Kilometer fünf ist es geschafft. Rechts sieht man das Umspannwerk Pulverdingen. Geradeaus grüßt der Wasserturm von Tamm, in der Senke Markgröningen, wo am Tour-Wochenende das große Musikfest angesagt ist. Kilometer sieben ist bei der 30er-Zone beim Aichholzhof erreicht. Beim Verkaufsstand mit dem Glockenturm geht es links ab. Mit Polizeiabsicherung wird die Landesstraße überquert (8,5 Kilometer). Wenig später geht’s links ab, der Untergrund ist leider etwas schottrig. Eindrucksvoll ist der Blick auf die Schnellbahnbrücke.
Es wird entlang der Glems geradelt
Entlang der Glems geht’s auf dem Glemsmühlenweg schön im Schatten Richtung Schwieberdingen. Rechts die Neumühle. Das B 10-Viadukt wird unterquert. Holdergasse, Terrassenhaus. Vorbei an der Georgskirche, Kirchgasse, Turnhalle (ehemalige Kelter), unter der B 10 durch, Felsenberghalle, Sportplatz (13,3 Kilometer). Der Radweg entlang des Gewerbegebietes ist schön breit. Rechts ab entlang der Schnellbahntrasse (Radwegschild Kornwesthein/Möglingen). Nach etwa einem Kilometer geht es links ab. Hier hat man einen schönen Blick auf den Hohenasperg. Kreisverkehr, Häckselplatz Markgröningen. Kilometer 18,8: Es geht über die Straße zwischen Markgröningen und Asperg. Spurweg entlang des Leudelsbachs. Kilometer 19,7: Neben der Straße nach Tamm hoch, rechts liegt eine „Agrarenergieanlage“. Queren der Straße auf der Brücke. Jetzt ist die Getränkestation beim Wasserhochbehälter Tamm erreicht (21,1 Kilometer). Hier schenkt das Team der Ensinger Mineral-Heilquellen wieder eine breite Palette ihrer Produkte aus. Kostenlos. Es gibt Schatten und Ausblicke in die Landschaft.
Der Neubau der syrisch-orthodoxen Kirche in Bissingen sticht bei der Weiterfahrt von Weitem ins Auge. Aussiedlerhof Wyrich mit Highland-Rindern, die sich in den Schatten zurückgezogen haben.
Über dem Tal grüßt Ruine Altsachsenheim
Rotenacker Wald mit Lehrpfad. Das Naturschutzgebiet darf nicht durchquert werden. Am Schild geht es rechts ab. Leudelsbachtal. Kilometer 25 ist am Häckselplatz von Bissingen erreicht. Links geht’s zum Schellenhof, einem Ausflugsziel für die Einkehr. Blick auf die Burgruine Altsachsenheim über Untermberg. Flößerstraße, über die Enz, Radweg vorbei an den Tennisplätzen entlang des Flusses. Im Enztal versuchen Störche etwas zu finden. Radlerbrücke Unterriexingen. Sportgelände. Straßenquerung. Es geht auf den Enztalradweg Richtung Oberriexingen. Vorbei am Intek-Gelände, durch den wieder aufgebauten Torbogen („Trinktor“ oder „Hägelinstor“ wird am Schild erklärt). Untere Gasse. An der „Linde“ über die Straße und runter auf die Insel, wo das Festzelt vom Inselfest noch steht. Dort findet zum Abschluss die Hocketse statt.
Landschaft genießen und Spaß haben
36,5 Kilometer zeigt der Tacho am Rad an, mit Komoot-Messung, 35,1. Die Distanz schreckt hoffentlichen niemanden ab. Mit 190 Höhenmetern wird der tiefste Punkt angezeigt, der höchste mit 342 Metern. In zwei Stunden ist die Tour bequem zu absolvieren. Und klar ist natürlich auch: Die S-VKZ-Tour ist keine Veranstaltung, bei der es darauf ankommt, wer zuerst am Festplatz ankommt. Es geht darum, die Landschaft zu genießen und Spaß an einem schönen Tag mit netten Menschen zu haben. Das gesamte Team der VKZ freut sich, dass Polizei, Rotes Kreuz, der Pannendienst von Zweirad-Fischer und viele Helfer wieder alles tun werden, um das Ziel zu erreichen.
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