Dortmund - Nico Schlotterbeck hüpfte mit den anderen Seriensiegern im Trommeltakt der Südtribüne, daneben tanzten die BVB-Spielerkinder mit Biene Emma. Konstantinos Karetsas jubelte aus der VIP-Loge zu – so viel Harmonie war bei Borussia Dortmund lange nicht mehr. Drei Siege zum Start und gute personelle Nachrichten. Das Wichtigste war Karetsas’ Kabinenbesuch vor dem 3:0 (1:0) gegen den SC Paderborn. Nach seinem Kollaps in der Champions League waren bei klinischen Tests „keine Auffälligkeiten“ festgestellt worden, sagte Trainer Niko Kovac. Ein Comeback ist am Samstag beim VfB Stuttgart möglich.
Die zweite Topnachricht: Schlotterbeck spielt wieder! 84 Tage nach einem Innenbandriss im Sprunggelenk bei der WM stand er überraschend in der Startelf. Der BVB hatte seine Rückkehr geheim gehalten: „Wir haben das in der Öffentlichkeit ein bisschen ruhiger angehen lassen“, verriet er.
„Ich war schon knapp vier Wochen am Ball, bin vor einer Woche ins Training eingestiegen.“ Ole Book weiß hingegen etwas, nämlich, ob Schlotterbeck am Donnerstag ins erste Aufgebot des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp berufen wird. Es habe diesbezüglich eine Absprache gegeben, verkündete der Sportdirektor – wie sie aussieht, behielt er für sich. Schlotterbeck fühlt sich bereit. Er sei „kein sensibler Spieler“, sagte der 26-Jährige. „Ich kann mit Schmerzen umgehen. Deswegen hatte ich Vertrauen und Riesenbock. Fußball ist Adrenalinsucht. Es war eine schwere Verletzung, und ich bin jetzt froh, wieder zurück zu sein.“
Trainer Kovac setzt auf seine liebste Medizin: „Es gibt keinen Ersatz für Siege“, sagte er mit Blick auf Stuttgart, „sie geben Selbstvertrauen und Bestätigung.“ Ein weiterer Erfolg der Dortmunder wäre bereits der sechste Sieg in Serie in drei Wettbewerben seit der Supercup-Niederlage gegen den FC Bayern München.
