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Polizeipräsidium Ludwigsburg nimmt die Raser ins Visier

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hat sich am europaweiten „Speedmarathon“ beteiligt. In seinem Einzugsbereich sind innerhalb der 24-stündigen Aktion mehr als 900 Fahrerinnen und Fahrer erwischt worden, die zu schnell unterwegs waren.

  • Im Einsatz: die Polizei.  Archivfoto: VKZ

    Im Einsatz: die Polizei. Archivfoto: VKZ

Ludwigsburg (p). Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilt, würde an diesem Kontrolltag überwacht, ob das Tempogebot eingehalten wird – und zwar an Unfallschwerpunkten und auf Strecken mit hohen Fahrgeschwindigkeiten. Erst Ende März waren bei einem illegalen Autorennen in Ludwigsburg zwei unbeteiligte Frauen ums Leben gekommen.

„Wie die Verkehrsunfallbilanz des Jahres 2024 gezeigt hat, sind die meisten schweren Verkehrsunfälle nach wie vor auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen,“ erklärt Erwin Grosser, Leiter der Schutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Deswegen gehe es beim „Speedmarathon“ auch um Prävention. „Den Verkehrsteilnehmenden muss klar sein, wie gefährlich eine Fahrt mit überhöhter Geschwindigkeit sein kann.“

44 Personen droht ein Fahrverbot

 

Das Polizeipräsidium richtete in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg und auf den Autobahnabschnitten im Zuständigkeitsbereich 45 Kontrollstellen ein. Insgesamt wurden 907 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt; 523 Fahrerinnen und Fahrer müssen nun mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Insgesamt 384 Personen überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 21 Stundenkilometer, was eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach sich ziehen wird; 44 Leute müssen mit einem Fahrverbot rechnen.

Drogenkosum im Fokus

Doch die Polizei hat nicht nur Temposünder im Blick. Eine große Rolle spielt auch das Thema „Drogen im Straßenverkehr“. Im vergangenen Jahr wurden demnach 1122 Personen angezeigt, weil sie unter dem Einfluss von illegalen Drogen oder anderen berauschenden Mitteln am Straßenverkehr teilgenommen hatten. Der Großteil davon hatte Cannabis konsumiert (781). „Nach wie vor ist es jedoch trotz der Cannabis-Teillegalisierung und den damit einhergehenden straßenverkehrsrechtlichen Änderungen verboten, unter dem Einfluss von Cannabis am Straßenverkehr teilzunehmen“, mahnt Thomas Wild, Leiter des Polizeipräsidiums Ludwigsburg.

Bei mehreren Kontrollen in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg wurden im März 18 Personen festgestellt, die vermutlich durch Drogen beeinflusst waren – bei vielen wohl Cannabis.

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