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„Noch nicht fertig“: Adi Hütter kehrt zur Eintracht zurück

Eintracht Frankfurt holt nach dem Missverständnis mit Albert Riera den Österreicher Adi Hütter für eine zweite Amtszeit zurück.

  • Adi Hütter kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück.Foto: Arne Dedert/dpa/Arne Dedert

    Adi Hütter kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück.Foto: Arne Dedert/dpa/Arne Dedert

 Mit dem früheren Erfolgstrainer zurück zu alter Stärke: Adi Hütter soll Eintracht Frankfurt nach dem Missverständnis mit Albert Riera wieder in der Bundesliga-Spitzengruppe etablieren und zurück nach Europa führen. Der Österreicher unterschrieb bei den Hessen einen Dreijahresvertrag bis Sommer 2029 und tritt am 1. Juli seine zweite Amtszeit am Main an. Dies verkündete der Verein am Sonntag, die offizielle Vorstellung des neuen Chefcoaches folgt am Montagmittag.

Es sei „etwas ganz Besonderes und emotional, wieder Trainer der Eintracht zu sein“, sagte Hütter vorab: „Die Zeit, die wir gemeinsam in Frankfurt hatten, hat mich geprägt und habe ich nie vergessen. Rückblickend hatte ich immer das Gefühl, noch nicht fertig zu sein.“ Er „freue“ sich über die zweite Chance bei SGE, die sich seit Jahren „großartig“ entwickelt habe. Er werde die Aufgabe „mit viel Arbeit, Disziplin und einem klaren Fokus angehen“.

Wechsel 2021 nach Mönchengladbach

Nach seinen ersten drei Jahren bei der Eintracht war Hütter im Sommer 2021 unter deutlich vernehmbaren Nebengeräuschen zu Ligakonkurrent Borussia Mönchengladbach gewechselt. „Den Abgang von damals hätte ich mir ganz anders gewünscht“, sagte Hütter rückblickend: „Würde diese Situation nochmals eintreffen, würde ich sie ganz anders lösen.“ Doch die Unstimmigkeiten von einst sind ausgeräumt, zumal mit Markus Krösche der derzeitige Sportvorstand damals noch gar nicht im Verein war. 

Hütter erfüllt nach der „Fehleinschätzung“ (Krösche) mit der Verpflichtung von Riera sehr gut das gesuchte Trainerprofil. Der 56-Jährige stehe „für mutigen Offensivfußball, Klarheit und Disziplin. Er hat bei seinen Stationen gezeigt, dass er temporeichen Umschaltfußball mit Ballbesitz vereinen kann“, erklärte Krösche. Es sei zudem „ein Vorteil, dass Adi die Strukturen, das Umfeld und Personen im und um den Klub herum kennt und es keiner besonderen Eingewöhnungszeit bedarf“. 

Hütter habe auf all seinen Stationen gezeigt, dass er Teams „weiterentwickeln“ kann, betonte Krösche. Der neue Coach habe den Eindruck vermittelt, „mit großer Lust und Leidenschaft mit der Eintracht noch einmal etwas bewegen zu wollen“. Dazu strahlt der Österreicher die nötige Souveränität aus, um die launische Diva vom Main nach den wilden Monaten unter Riera wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen. 

Zweimal in der Champions League mit Monaco

Bis zu seiner Entlassung im Oktober 2025 war Hütter für die AS Monaco tätig, die er zweimal in die Champions League führte. Frankfurt schloss die vergangene Bundesliga-Saison auf Rang acht ab und verpasste erstmals seit sechs Jahren die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Im Januar war der langjährige Trainer Dino Toppmöller nach nur einem Sieg aus zuvor neun Pflichtspielen und einer Flut an Gegentoren entlassen worden.

Das anschließende Experiment mit dem extrovertierten, aber international unerfahrenen Riera scheiterte. Nun soll Hütter gemeinsam mit den Co-Trainern Christian Peintinger und Klaus Schmidt an seine erfolgreiche Zeit mit dem Einzug ins Halbfinale der Europa League 2019 sowie in die Vorschlussrunde des DFB-Pokals 2020 anknüpfen, als er unter anderem mit der „Büffelherde“ um Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller spektakulären Tempofußball spielen ließ.

Er wolle mit der Mannschaft „eine erfolgreiche Saison“ spielen, kündigte der neue Chefcoach an. Zumindest bleibt ihm ohne Dreifachbelastung viel Zeit zum Etablieren seiner Spielidee.

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