Vaihingen/Heilbronn (dok). Es war am 27. Februar, kurz nach 12.30 Uhr, als eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern eskalierte. Wie die Kriminalpolizei damals mitteilte, ging dem Messerangriff ein verbaler Streit voraus, der handgreiflich wurde. Die Männer sollen sich gegenseitig geschubst und geschlagen haben. Der gambische Staatsangehörige, Jahrgang 1996, soll dann mit einem Küchenmesser in die Brust des Opfers gestochen haben.
Akute Lebensgefahr beim Opfer
Wie das Landgericht Heilbronn jetzt mitteilt, habe diese Stichverletzung wegen innerer Verletzungen akute Lebensgefahr hervorgerufen. Der Geschädigte habe einzig aufgrund notfallmäßiger Versorgung und Notoperation gerettet werden können. Der Angeklagte sei festgenommen und kurz im Krankenhaus behandelt worden. Als er dann von der Polizei zum Streifenwagen gebracht wurde, habe er erheblichen Widerstand geleistet.
Der Mann befindet sich seit 28. Februar in Untersuchungshaft.
Insgesamt 27 Zeuginnen und Zeugen
Der Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts beginnt am Montag (3. August). Es sind bis Anfang Oktober sieben weitere Verhandlungstermine angesetzt.
Die Kammer hat den Angeklagten, seinen Verteidiger, den Nebenkläger und seine anwaltliche Vertreterin sowie 27 Zeuginnen und Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

