Stuttgart - Das große Transferkarussell kommt mit Blick auf den VfB-Kader in dieser Sommerperiode nur schleppend in Fahrt – punktuell tut sich aber doch was: So haben die Stuttgarter nach dem Mittelstürmer Dzenan Pejcinovic, für den der Club ein Angebot von rund 22 Millionen Euro beim VfL Wolfsburg hinterlegt hat, nun einen weiteren Offensivmann ins Visier genommen. Und sie sind mit seiner möglichen Verpflichtung offenbar schon sehr weit: Dabei handelt es sich um den slowakischen Nationalspieler Leo Sauer, der aktuell für den niederländischen Erstligisten Feyenoord Rotterdam spielt.
Wie die niederländische „Voetbal International“ berichtet, sind die Stuttgarter Kaderplaner um den VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth kurz davor, den linken Flügelspieler zu verpflichten. Der 20-jährige Sauer, der bereits elf Länderspiele für die Slowakei absolviert hat, besitzt einen Marktwert von rund sieben Millionen Euro – würde den VfB dem Vernehmen nach aber rund 12,5 Millionen Euro kosten. Die Rede ist dabei von einem Fünfjahresvertrag bis 2031.
Das liegt unter anderem an der Nachfrage. So buhlte auch die TSG Hoffenheim um Sauer – doch der VfB ist offenbar kurz davor, den Zuschlag zu erhalten. Immerhin konnten die Stuttgarter auch mit ihrer Teilnahme an der Champions League für sich werben.
Kenner der niederländischen Eredivisie halten Leo Sauer für eine lohnende Investition in die Zukunft: Bereits als Jugendlicher mit 16 Jahren ist der Rechtsfuß aus seiner Heimatstadt Bratislava zu Feyenoord gewechselt – und konnte nach einer erfolgreichen Leihe an den NAC Breda in der abgelaufenen Runde im Feyenoord-Team vom damaligen Trainer Robin van Persie vollends überzeugen. In 29 Saisoneinsätzen, darunter sechs Spiele in der Europa League, gelangen ihm vier Treffer und zwei Vorlagen, bevor Sauer von zwei Muskelverletzungen in der Rückrunde etwas ausgebremst wurde.
Beim 2:0-Heimsieg des VfB im vergangenen November über die Rotterdamer spielte Sauer nur 18 Minuten, hat dabei aber erste Eindrücke von der Stimmung in der Stuttgarter MHP-Arena sammeln können. Der 1,84 Meter große Slowake soll sich bereits auf der Anreise nach Stuttgart befinden. Passiert er im Neckarpark den Medizincheck, dann steht einer Vertragsunterschrift offensichtlich nichts mehr im Weg.
