Ludwigsburg (p). Mit kniffligen Rätseln und spannenden Aufgaben Raum für Raum tiefer in die Vergangenheit eintauchen – das ist das Ziel des neuen Angebots im Residenzschloss Ludwigsburg. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett, Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, und das Team der Schlossverwaltung gaben jetzt erste Einblicke in „Kriminalakte 1737 – eine interaktive Indizienjagd“.
Neue Wege in Vermittlung und Schlossgeschichte
Den Besucherinnen und Besuchern des Residenzschlosses, das es mittlerweile auch als Puzzle gibt, eröffnen sich in mehreren Räumen im Attikageschoss ganz neue Möglichkeiten, in die Geschichte des Schlosses einzutauchen. „Besonders am neuen Angebot ‚Kriminalakte 1737’ ist, dass die Gäste die prächtigen Räume nicht nur sehen und der Schlossgeschichte zuhören, sondern selbst ein Teil davon werden. Sie gehen auf Indizienjagd durch die Schlossräume. Dieses Angebot zeigt, wie vielfältig, modern und unterhaltsam Kulturvermittlung sein kann“, sagte Gisela Splett.
Ähnlich wie in einem Escape-Spiel müssen die Teilnehmenden verschiedenen Hinweisen nachgehen und Aufgaben lösen, um in der Geschichte und in den Räumen weiterzukommen. Dafür wurden mehrere Räume im Attikageschoss umgestaltet. So lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielerisch mehr über die Vergangenheit des Schlosses. So etwas kommt gut an; vor Jahren hat das Pforzheimer Kulturamt einen virtuellen Reuchling-Escape-Room erstellt, bei dem nicht nur Rätstel geknackt, sondern auch Wissenswertes über Humanismus nähergebracht wurde
Auf Indizienjagd durch die historischen Räume
Bei „Kriminalakte 1737“ begeben sich die Gäste auf eine spannende Rätselreise. Pro Raum warten mehrere Aufgaben, die gemeinsam gelöst werden müssen, um in der Geschichte voranzukommen und in den nächsten Raum zu gelangen. Während ihres Abenteuers werden die bis zu zwölf Teilnehmenden von einem Schlossführer oder einer Schlossführerin begleitet. Die Rätsel müssen von der Gruppe selbstständig gelöst werden. Nur bei Schwierigkeiten unterstützt die begleitende Person.
Die Geschichte, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgen, basiert auf wahren Begebenheiten. Was sie während ihres Abenteuers erfahren, ist durch Quellen belegt und nachprüfbar. Patricia Alberth ist vom neuen Konzept überzeugt: „Wir wollten ein Format schaffen, das auch junge Erwachsene anspricht. Dadurch, dass sich die Gäste die Schlossgeschichte selbst erspielen, verankert sich das Wissen leicht und nachhaltig bei ihnen.“ Das Schlosserlebnis ist auf Deutsch, in leichter Sprache und auf Englisch buchbar.
Weitere Facette im vielfältigen Schlossangebot
Die Staatlichen Schlösser und Gärten arbeiten ständig daran, kreative Wege zu finden, um verschiedensten Besuchergruppen die Räume der Residenz und ihre Vergangenheit zu öffnen, teilt die SSG mit. Ob Kostümführungen in Begleitung einer historischen Persönlichkeit, geführte Rundgänge mit dem Lieblingskuscheltier, Führungen in der Nacht, in verschiedenen Sprachen oder ein Besuch im Kinderreich: Das Repertoire des Schlosses sei sehr vielfältig und werde laufend erweitert. Aktuell ist dort die Barbie-Ausstellung zu sehen.


