Sport

Kimmich ohne Kanzlernummer: "Kein intimes Gespräch"

Daumen drücken aus dem Kanzleramt: Joshua Kimmich erzählt, wie das WM-Telefonat mit Friedrich Merz wirklich lief – und warum das Gespräch vor allem einen symbolisch großen Wert hat.

  • Joshua Kimmich erzählt im DFB-Camp vom Telefonat mit Bundeskanzler Merz.Foto: Federico Gambarini/dpa

    Joshua Kimmich erzählt im DFB-Camp vom Telefonat mit Bundeskanzler Merz.Foto: Federico Gambarini/dpa

  • Der Bundeskanzler wünschte den DFB-Spielern Glück für die WM. (Archivbild)Foto: Max Galys/DFB/dpa

    Der Bundeskanzler wünschte den DFB-Spielern Glück für die WM. (Archivbild)Foto: Max Galys/DFB/dpa

Winston-Salem - Joshua Kimmich hat trotz des WM-Telefonats mit Friedrich Merz keine Handynummer vom Bundeskanzler. Launig berichtete der DFB-Kapitän im Trainingscamp der Fußball-Nationalmannschaft von dem Anruf des Regierungschefs vor dem WM-Auftakt in den USA. 

"Es geht eher um diese Botschaft, dass man sagt, ja, man drückt die Daumen von zu Hause. Das ist auch das, was wir sehr gut gebrauchen können. Viele, viele gedrückte Daumen und deswegen freuen wir uns natürlich auch, wenn der Kanzler sich dann die Zeit nimmt und kurz anruft", sagte Kimmich. 

"100 Kameras drumherum"

Merz hatte die DFB-Stars vor dem 7:1 im WM-Auftaktspiel gegen Curaçao kontaktiert und viel Glück gewünscht. Tiefgründige Themen seien aber nicht besprochen worden, erzählte Kimmich. "Man kann sich das ja vorstellen, dass das jetzt nicht so ein lockeres, gelöstes Telefonat ist. Das geht dann ein paar Minuten, da sind 100 Kameras drumherum, dass es auch in die Welt gespielt wird", sagte Kimmich. 

Vom Kanzleramt und DFB waren anschließend Fotos von dem Telefonat veröffentlicht worden. Für die Nationalmannschaft waren neben Kimmich noch Vize-Kapitän Kai Havertz und Jonathan Tah, der zum Mannschaftsrat gehört, dabei. Das Trio saß während des Handy-Talks auf einem Mäuerchen im Teamhotel The Graylyn Estate in Winston-Salem. 

"Das ist jetzt kein intimes Gespräch, wo man irgendwie über Probleme diskutiert, sondern das geht dann relativ kurz und schmerzlos", sagte Bayern-Profi Kimmich über das Gespräch mit dem Bundeskanzler, dessen Fußball-Herz für Borussia Dortmund schlägt.

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