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Junikäfer - Alle Infos über die Schwärme in der Dämmerung

Wenn die abendliche Dämmerung beginnt, machen sich vielerorts jedes Jahr von Juni bis Juli brummende Schwärme von Junikäfern auf den Weg. Die wichtigsten Infos über die unkontrolliert umherfliegenden Plagegeister und ihre Larven-Schädlinge finden Sie hier im Artikel.

  • In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen über Junikäfer. Alles Wichtige zum Schwarmphänomen und Bekämpfung des Schädlings als Larve.Foto: Agami Photo Agency / Shutterstock.com

    In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen über Junikäfer. Alles Wichtige zum Schwarmphänomen und Bekämpfung des Schädlings als Larve.Foto: Agami Photo Agency / Shutterstock.com

Inhalt:

Was sind Junikäfer?

Der Junikäfer gehört mit seinem bekanntesten Verwandten, dem Maikäfer, zur Familie der Blatthornkäfer. Wobei der Name „Junikäfer“ ein Trivialname für gleich mehrere Verwandte aus der Familie ist. Meist ist mit dem Begriff „Junikäfer“ aber der Gerippte Brachkäfer gemeint. Die Tiere sind zwar harmlos, können aber sowohl als Larve als auch als ausgewachsener Käfer lästig sein. Wie der Name vermuten lässt, sind die ausgewachsenen Junikäfer zwischen Juni und Juli vor allem in der Dämmerung und in Schwärmen unterwegs auf Partnersuche. Dabei stören die brummenden und eher unbeholfen fliegenden Junikäfer so manchen gemütlichen Sommerabend.

Mitte bis Ende Juli legen die befruchteten Weibchen ihre Eier im Boden ab, woraufhin die Tiere bald darauf sterben. Da auch die Männchen direkt nach der Paarung sterben, ist das erwachsene Käferstadium von wenigen Wochen eine eher kurze Zeitspanne verglichen zum Larvenstadium. Denn die Larven, auch Engerlinge genannt, überwintern in der Regel zwei Mal und verpuppen sich im Frühjahr des dritten Jahres, woraufhin sie Ende Mai bis Anfang Juni als erwachsener Junikäfer schlüpfen und sich auf Paarungssuche begeben. Die Larven der Junikäfer sind vor allem bei Gärtnern unbeliebt, da sich diese von kleinen Wurzeln und Pflanzenresten ernähren, wodurch Teile von Rasenflächen und Beeten verkümmern und diese so später im Sommer vertrocknen.

Unterschied zwischen Maikäfer und Junikäfer

Maikäfer und Junikäfer gehören beide zur selben Unterfamilie (Melolonthinae) der Blatthornkäfer und sind sich deswegen auch recht ähnlich. Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe. Während der Junikäfer etwa 14 bis 18 mm groß wird, ist der ausgewachsene Maikäfer mit etwa 25 bis 30 mm fast doppelt so groß. Maikäfer haben einen dunklen Kopf und sind auch allgemein etwas dunkler als Junikäfer. Ein weiteres Merkmal der Maikäfer sind die großen, fächerartigen Fühler, mit denen die Tiere über große Distanzen riechen können.

Junikäfer im Schwarm

Die ausgewachsenen und fliegenden Junikäfer sind für viele vor allem während der Dämmerung eine Plage, da sich die Tiere tagsüber vor Fressfeinden verstecken und beim Anbruch der Dunkelheit in großen brummenden Schwärmen zusammenfinden und auf Partnersuche gehen bzw. fliegen.

So kann der gemütliche Sommerabend im Garten oder auf dem Balkon plötzlich eher unentspannt werden, da vor allem die Flüge der Junikäfer recht unkoordiniert sind bzw. unbeholfen wirken. Aus diesem Grund werden Junikäfer auch „Torkelkäfer“ genannt. Die Tiere steuern beim Fliegen eher allgemein Objekte an, die sich vom Boden abheben und so kann es auch den Menschen, die Gartenmöbel, das Bierglas oder Hauswände und Fensterscheiben treffen. Besonders lästig ist es, wenn der eher unbeholfene Junikäfer mit seinen bezahnten Beinen in Haaren und an der Kleidung hängen bleibt.

Gefährlich sind Junikäfer allerdings nicht, da die sich von Blättern und Blüten ernährenden Käfer weder stechen noch beißen. Durch den vergleichsweise kurzen Lebenszyklus von wenigen Wochen als Käfer können Junikäfer meist auch keinen großen Schaden an Pflanzen anrichten, da die Pflanzen ausreichend Möglichkeit haben, sich wieder zu erholen.

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Junikäfer als Larven

Für Hobbygärtner können vor allem die Larven (Engerlinge) der Junikäfer zur Plage werden, da sie sich im Larvenstadium (1) über zwei Jahre im Boden von kleinen Wurzeln ernähren und so auch Rasen und Pflanzenflächen absterben können, da die Nährstoff- und Wasserversorgung behindert wird. Betroffene Stellen verfärben sich meist gelb bis bräunlich und Grasnarben lassen sich meist leicht abziehen. Die Engerlinge wachsen dabei auf eine Größe von bis zu 50 mm heran und halten sich in den Wintermonaten tiefer im Boden unterhalb der Frostgrenze auf. Ein weiteres Problem welches durch die Larven der Junikäfer verursacht wird sind für Gärtner die angelockten Tiere. Vögel und andere Tiere picken und wühlen auf der Suche nach den nahrhaften Engerlingen im Boden und verwüsten so den Garten.

Kann man Junikäfer bekämpfen?

Da die ausgewachsenen Junikäfer selbst nur wenige Wochen überleben und sie spätestens Ende Juli weniger werden, hat man meist nur kurze Zeit mit den Käfern zu kämpfen. Anders sieht es bei den Junikäfer-Larven aus. Diese können im Garten vor allem in ihrem dritten Larvenstadium erheblichen Schaden anrichten. Pflanzenschutzmittel sind hierbei nicht zu empfehlen, da Mikroorganismen im Boden sehr empfindlich reagieren können.

- Die richtige Rasenpflege

Prinzipiell kann durch die richtige Rasenpflege die Eiablageorte der Junikäfer ungemütlicher gemacht werden. In diesem Fall sollte man für eine dichte Grasnarbe sorgen, indem man den Rasen regelmäßig und nicht zu kurz mäht. Im Frühjahr sollte der Rasen vertikutiert und kahle Stellen ggf. nachgesät werden.

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- Der Einsatz von Nützlingen

Nützlinge wie Nematoden-Arten (Fadenwürmer) können dem Gießwasser zugesetzt werden. Bewährt hat sich hierbei die Gattung Heterorhabditis (hier auf Amazon ansehen / ANZEIGE) bacteriophora. Die Fadenwürmer werden durch die Feuchtigkeit aktiviert, dringen in die Larven der Junikäfer ein und lassen diese anschließend absterben. Die Nematoden wirken gleichzeitig auch gegen die Engerlinge anderer Käferarten, wie zum Beispiel die des Maikäfers oder des Gartenlaubkäfers. Achten Sie beim Einsatz von Nematoden darauf, dass der Boden nicht zu kühl ist. Ab einer Temperatur von 12 Grad bleiben die Nematoden vital genug. Außerdem sollte der Boden feucht gehalten werden und die Nematoden wiederholt Morgens und Abend mit dem Gießwasser verteilt werden.  

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