Bei einem Arbeitsunfall in einem Industriebetrieb in Keltern (Enzkreis) ist ein cyanidhaltiges Gemisch ausgetreten. Nach ersten Erkenntnissen entwich der Gefahrstoff aus einem Behälter und gelangte teilweise in die Kanalisation. Durch technische Einrichtungen des Industriegebiets konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden, wie die Polizei mitteilte.
Ein Mitarbeiter kam mit dem Stoff in Kontakt und erhielt dadurch eine Reizung am Arm. Der Arbeiter sei vor Ort behandelt und abschließend zur Klärung in eine Klinik gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher.
Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und reinigte die betroffenen Bereiche. Eine Schadstoffmessung nach dem Vorfall am Donnerstag im Bereich der Einsatzstelle ergab keine auffälligen Werte. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.
Cyanid wird etwa zur Schmuckherstellung, Elektronikfertigung und allgemein zur Metallbearbeitung verwendet - in letzterem Bereich sei die Firma tätig.

