Kleinglattbach. Helmut Roth und Doreen Wenzel sind an diesem Samstag wahrlich nicht zu beneiden: Sie bekommen die Hitze nämlich gleich doppelt ab – einmal von der Sonne, also von oben und einmal von vorne. Die beiden stehen für den TSV Kleinglattbach am Grill, damit bei der Hocketse der S-VKZ-Tour niemand hungrig nach Hause muss. Sie gehören zu den 50 TSV-Mitgliedern, die aktiv im Einsatz sind, „dazu kommen noch 30 Kuchenbäcker“, sagt Wenzel. Wer den ganzen Tag am Grill steht, hat doch bestimmt einen super Tipp gegen die Hitze? Roth lacht und winkt ab – „dagegen helfen nicht mal die Schirme“.
Unter eben solchen sitzen Matthias Siewert, Markus Mack und Tim Oehrle. Sie gehören zu den acht Helfern des Jugend- und Freizeitclubs Kleinglattbach, der an diesem Tag die Kassen betreut. Viel trinken „und Sonnencreme!“ ist ihr Mittel gegen die Sonne. Nur – so richtig Abkühlung verschafft das natürlich nicht. Neidvoll dürften deswegen einige hinter den Getränkestand des Musikvereins blicken. Die Mitglieder haben sich nämlich etwas einfallen lassen, um zumindest ein klein wenig Abhilfe zu schaffen: Sie haben einen Wasserschlauch an die Spüle angeschlossen. „Damit duschen wir unsere Füße ab“, sagt Geli Schray, Teamleiterin Wirtschaft beim Musikverein. „Das wird rege genutzt.“ Insgesamt 16 Mitglieder sind bei der Hocketse im Einsatz, zehn sind seit 8 Uhr vor Ort, am Tag zuvor haben acht beim Aufbau geholfen. „Es ist ganz toll, dass trotz Ferien so viele mitmachen“, sagt Schray.
Gut vertreten ist auch der Rad-Sport-Verein Vaihingen, der die Radstrecke der Tour ausgetüftelt hat. Jürgen Rebstock ist die knapp 33 Kilometer am Samstag zum vierten Mal innerhalb einer Woche gefahren – „so schnell wie heute war ich aber noch nie“. Olaf Schoo lobt, dass die Strecke super ausgewählt und sehr ausgewogen gewesen sei, „das hat gepasst“. Auch hätten sich diejenigen, die mit E-Bikes unterwegs waren, und die „nicht-elektrischen“ Radler gut vertragen, das sei wichtig bei so einer Tour. Aber jetzt ist die Runde froh, einen Schattenplatz ergattert zu haben und zum gemütlichen Teil des Tages übergehen zu können. Dort sind auch Klaus Kaiser, Armin Roth, Detlef Preissler und Klaus Steinhülb bereits angelangt. Wobei nur die ersten Zwei mitgeradelt sind. „Es war super gut organisiert und ausgeschildert“, meint Kaiser. Auch die Trinkstelle, wo Ensinger Getränke anbot, sei gut platziert gewesen.
„Total begeistert“ ist der Vaihinger Uwe Heuer, der mit seiner Familie mitgeradelt ist. Er schickt auch einen Dank an die geduldigen Autofahrer, die auf einigen Straßen immer wieder warten mussten, weil die Radstrecke kreuzte. Das mache für ihn die S-VKZ-Tour aus: dass man gut zwei Stunden in der Gemeinschaft durchfahren könne.
Durchgehalten haben auch Janne (10), Magnus (6) und Noemi (8), die sich gerade mit ihrer Mama Regina Bauer die Urkunden für ihre erste Tour-Teilnahme abholen. Schön sei es gewesen, sagt Janne, „und anstrengend“. Deswegen hat es gleich nach der Wiederankunft an der Halle im See eine kühle Erfrischung gegeben. Über so eine darf sich auch Johann Zima freuen: Er hat bei der Tombola den Hauptpreis gewonnen – eine Jahresration Ensinger Sprudel. Die Lose gezogen hat der vier Jahre junge Henry. Er lässt einige weitere Teilnehmer jubeln. Denn auch eine Stocherkahnfahrt für maximal zwölf Personen in Vaihingen, ein Mitflug im roten Motorsegler des Flugsportvereins Vaihingen und zwei Eintrittskarten für das Konzert von Capella & Vocal am 24. November in der Vaihinger Peterskirche sind ausgelost worden.








