PanoramaSlide 3

Felssturz an der Zugspitze – so kritisch ist die Lage

Tausende Tonnen Gestein donnern ins Tal – was hinter dem aktuellen Abbruch steckt und worauf Besucher jetzt achten müssen.

  • Die Hitze lässt Gletscher schrumpfen – das erhöht die Gefahren (Archiv).Angelika Warmuth/dpa

    Die Hitze lässt Gletscher schrumpfen – das erhöht die Gefahren (Archiv).Angelika Warmuth/dpa

Im Wettersteingebirge an der Zugspitze hat sich ein massiver Felssturz ereignet. Eine gewaltige Staubwolke hüllte Teile des Bergmassivs ein und war aus mehreren Kilometern Entfernung – sowohl aus dem bayerischen Talkessel um Grainau und Garmisch-Partenkirchen als auch von Tiroler Seite – deutlich zu sehen.

Lesen Sie auch:Bröckelnde Alpen – Felsstürze nach Extremhitze (von Markus Brauer)

Über mehrere Stunden hinweg lösten sich beträchtliche Gesteinsmassen aus den steilen Flanken des Massivs. Augenzeugen und Anwohner berichteten von einem lauten Grollen und Krachen, das bis weit ins Tal hallte. „Es scheppert immer noch gewaltig“, sagte ein Talbewohner laut Medienberichten.

Lage nach Felssturz an der Zugspitze

Ursachen für Felsstürze im Gebirge

Felsstürze dieser Größenordnung sind zwar im Hochgebirge ein natürlicher Erosionsprozess, häufen sich jedoch in den Spätsommer- und Frühherbstmonaten aus konkreten Gründen.

Hinweise für Bergsteiger und Wanderer

Aufgrund der anhaltenden Instabilität und möglicher Nachbrüche gilt für die Region:

Wenn sich tausende Kubikmeter Gestein aus den Felsflanken lösen – sei es an den Nordabstürzen Richtung Eibsee oder auf der Tiroler Seite rund um den Schneefernerkopf und das Gamskar –, dann geschieht dies zum Teil ohne Vorwarnung.

Felsstürze an markanten Gipfeln wie der Zugspitze führen uns vor Augen: Die Alpen sind nicht unveränderlich, sondern in ständiger Bewegung. Sie sind ein unübersehbares Mahnmal für die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels auf das alpine Ökosystem.

Datenschutz-Einstellungen