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Eine Spende an den Förderverein Enztalbad kann der Stadt Vaihingen dabei helfen, viel Heizkosten sparen

In diesem Jahr wird bei der VKZ-Spendenaktion für den Förderverein des Vaihinger Enztalbads und die Diakonische Bezirksstelle gesammelt. Ein Teil der Spenden soll dazu verwendet werden, die Beckenabdeckungen im Freibad wieder instandzusetzen.

  • Damit das Rettungsschwimmer-Utensil, das Thomas Schmid in Händen hält, möglichst selten gebraucht wird, ist es wichtig, dass Kinder früh das Schwimmen erlernen. Dafür brauche es das Enztalband, betont der Vorsitzende des Fördervereins. Um der Stadt beim Sparen von Heizkosten zu helfen, möchte der Verein die Beckenabdeckung instandsetzen, die sich in dem Kasten im Hintergrund befindet. Foto: Banholzer

    Damit das Rettungsschwimmer-Utensil, das Thomas Schmid in Händen hält, möglichst selten gebraucht wird, ist es wichtig, dass Kinder früh das Schwimmen erlernen. Dafür brauche es das Enztalband, betont der Vorsitzende des Fördervereins. Um der Stadt beim Sparen von Heizkosten zu helfen, möchte der Verein die Beckenabdeckung instandsetzen, die sich in dem Kasten im Hintergrund befindet. Foto: Banholzer

Vaihingen. Die Spendenaktion 2025 der Vaihinger Kreiszeitung läuft. In diesem Jahr sollen die Zuwendungen freigiebiger Bürgerinnen und Bürger oder generöser Unternehmen zwei Zwecken zugute kommen: dem Förderverein des Vaihinger Enztalbads und dem Nothilfefonds der Diakonischen Bezirksstelle Vaihingen. Die Spendenaktion läuft bis zum 6. Januar. In verschiedenen Beiträgen stellt die VKZ bis dahin vor, für was das Geld verwendet werden soll.

Hohe Betriebskosten sind für die Stadt seit Jahren ein großes Problem

Das Enztalbad ist seit vielen Jahren das Sorgenkind der Vaihinger Stadtverwaltung: vor allem wegen des hohen Sanierungsbedarfs und steigender Betriebskosten. Das Hallenbad muss langfristig durch einen Neubau ersetzt werden – oder schließen. Für Thomas Schmid ist das der schlimmste anzunehmende Fall. Er ist Vorsitzender des Fördervereins Enztalbad, der vor circa zwei Jahren gegründet wurde – um das Bad mit verschiedenen Aktionen neu zu beleben, aber auch, um für dessen Erhalt zu kämpfen. Denn ein reiner Sommerbetrieb im Freibad reiche nicht aus. Ohne Hallenbad und damit ohne ganzjährig zugängliche Wasserfläche, so betont Schmid, werde es keine Schwimmkurse mehr geben. Und das würde für die DLRG, der Schmid in Vaihingen ebenfalls vorsteht, und die Schwimmabteilung des TV Vaihingen das Ende bedeuten, ist er sich sicher.

Beckenabdeckung können beim Sparen von Heizenergie helfen

Ein besonders großer Kostenfaktor ist die bestehende Gasheizung, die sowohl Frei- als auch Hallenbad mit Wärme versorgt. Hier möchte der Förderverein die Stadt unterstützen – indem die vorhandenen Beckenabdeckungen am Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken wieder instandgesetzt werden. 30 Jahre dürfte es her sein, als diese mithilfe von Fördermitteln angeschafft wurden, berichtet Schmid im Gespräch mit der VKZ. Im Einsatz sind sie aber schon eine ganze Weile nicht mehr – was eigentlich sehr schade sei.

Ein defekter Antriebsmotor ist das größte Problem

Denn die Abdeckungen lassen sich wie ein Rollladen über die gesamte Wasseroberfläche der beiden Becken ausfahren. Die Kunststofflamellen mindern den Wärmeverlust über Nacht. Laut Experten um stolze 75 Prozent. Vor gut einem halben Jahr nahmen Fachleute die Abdeckungen und die Technik unter die Lupe. Bei jener am Nichtschwimmerbecken ist der Antriebsmotor defekt – das sei aber eigentlich der einzige größere Schaden, erklärt Schmid. Die Lamellen selbst seien noch in einem guten Zustand und können bei Bedarf einzeln ausgetauscht werden. Die Herstellerfirma sei noch immer existent. Schätzungsweise 11 000 Euro brauche es, um die Anlagen wieder in Schuss zu bringen – und ein Vielfaches dessen spare die Stadt dann künftig bei den Heizkosten.

Die Kästen am Beckenrand sollen optisch verschönert werden

Außer dieser mechanischen Erneuerung möchte der Förderverein aber auch für eine optische Verschönerung sorgen. Die Abdeckungen sind in großen Kästen an jeweils einer Beckenseite untergebracht. Beide sind circa 20 bis 25 Meter lang und können theoretisch abends näher an den Beckenrand herangefahren werden. Per Motor lassen sich dann die Abdeckungen ausfahren – sofern man vorher noch die stählernen Geländer an den Beckenrändern entfernt. Momentan fristen die Kästen aber ein eher tristes Dasein und fallen vor allem wegen der großflächigen und verblassenden Graffitis auf. Diese sollen entfernt werden. Anschließend könnten die Kästen als Werbetafeln. Dafür wird geplant, definierte Trägerplatten anzubringen, die von Sponsoren gemietet werden können. Man habe sich beim Trägerverein des Sachsenheimer Schloss-Freibads erkundigt, was hier eine realistische Preisgestaltung sein könnte, berichtet Schmid.

Vereine leisten einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft

Die Beckenabdeckungen sollen „von Tag eins“ der Freibadsaison einsetzbar sein, so lautet zumindest der Plan des Fördervereins. Und eines ist Thomas Schmid wichtig zu betonen: Der Erhalt des Enztalbades sei keine Frage des Privatvergnügens passionierter Schwimmer. Der Förderverein und die an seiner Gründung beteiligen Vereine – DLRG, TV Vaihingen und Kanuclub – wollten vielmehr einen Dienst an der Gesellschaft leisten. Dass Kinder so früh wie möglich das Schwimmen erlernen, ist schließlich wichtig, um den Trend zu immer mehr tödlichen Badeunfällen umzukehren.

So können die VKZ-Leserinnen und -Leser spenden

Wer den Förderverein oder die Diakonie – oder gerne auch beide – unterstützen möchte, kann eine Spende überweisen. Das Spendenkonto der Diakonie bei der Kreissparkasse Ludwigsburg hat folgende IBAN: DE90 6045 0050 0008 8140 78. Bitte bei der Überweisung als Betreff „VKZ-Spendenaktion“ angeben.

Das Spendenkonto des Fördervereins des Vaihinger Enztalbads bei der Volksbank Ludwigsburg hat folgende IBAN: DE16 6049 1430 0613 8100 07. Bitte auch hier bei der Überweisung als Betreff „VKZ-Spendenaktion“ angeben.

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