Pforzheim (p). Die Meldung über den Fund einer größeren Weltkriegsbombe bei Bauarbeiten ist beim Führungs- und Langezentrum des Polizeipräsidiums Pforzheim am Mittwoch kurz vor 11 Uhr telefonisch eingegangen. Bei dem Fundort handelt es sich um einen Grünflächenbereich im neu gestalteten Quartierspark der Oststadt. Das Polizeipräsidium habe umgehend alle erforderlichen Verständigungsmaßnahmen eingeleitet und arbeitet seitdem insbesondere mit der Stadt Pforzheim und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst intensiv zusammen, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums.
Den Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei dem Gegenstand um eine 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe. Laut jetzigem Stand soll der betreffende Bereich in einem Radius von 1,5 Kilometern um den Fundort bis zum Sonntag (17. Mai), 8 Uhr, evakuiert sein, sodass im Tagesverlauf die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg ihre Arbeit aufnehmen und beenden können.
Keine erkennbare akute Gefahr für Unbeteiligte
Eine erkennbare akute Gefahr für unbeteiligte Dritte besteht derzeit nicht, betont das Polizeipräsidium. Im Hinblick auf die erforderlichen Maßnahmen der Stadt, unterstützt vom Polizeipräsidium Pforzheim, werden die Bürgerinnen und Bürger schon jetzt um Verständnis gebeten. Wichtig sei, dass alle betroffenen Personen den Anweisungen der Stadt, den Hilfsorganisationen und der Polizei Folge leisten. Das Polizeipräsidium Pforzheim bereite sich weiter akribisch auf die Einsatzmaßnahmen vor. Planmäßig werden am Sonntag mehrere Hundert Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein.
Innerhalb des Evakuierungsradius befinden sich auch Dienstgebäude der Polizei. Der Kriminaldauerdienst mit Standort in der Ostendstraße wird ab Sonntagmorgen seinen Dienst in dem Gebäude des Polizeireviers Pforzheim Süd verrichten. Die Rufnummer 0 72 31 /1 86 44 44 wird umgeleitet und ist durchgehend erreichbar.
Die Beamten des Polizeireviers Pforzheim Nord verrichten ab 5 Uhr ihren Dienst bei der Verkehrspolizeiinspektion in der Kaiser-Friedrich-Straße 154. Analog wird die Rufnummer 0 72 31 /1 86 32 11 umgeleitet. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger werden wie gewohnt bearbeitet.
Die Beamten des Führungs- und Lagezentrums verrichten ihren Dienst im Lagezentrum der Karlsruher Polizei. Auch hier gibt es für die Bürger keine Einschränkungen. Einsätze werden wie gewohnt koordiniert und Notrufe umgeleitet. Alle betroffenen Personen werden stetig von der Stadt Pforzheim über den Fortgang des Einsatzes und die wesentlichen Informationen für die Evakuierung auf deren Homepage und Social-Media-Kanäle informiert.
Theatervorstellungen müssen aufgrund des Bombenfunds abgesagt werden
Aufgrund der Evakuierungsmaßnahmen müssen die Vorstellungen „Jesus Christ Superstar“ um 15 Uhr im Großen Haus des Theaters Pforzheim sowie „Monsieur Pierre geht online“ um 18 Uhr im Podium entfallen. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Das Ticketteam werde alle Karteninhaber i bezüglich möglicher Ersatztermine kontaktieren. Wer bis Mittwoch (20. Mai) keine Nachricht erhalten hat, melde sich bitte selbst bei der Theaterkasse.
Im April 2014 wurde in Sersheim eine Splitterbombe gefunden. Archivfoto: VKZ/Rücker

