Enzkreis (LE). Nicht nur Vaihingen kämpft mit Eichenprozessionsspinnern: Auch das Forstamt Enzkreis weist auf das jahreszeitlich bedingte Vorkommen der Raupen in der Region hin: „Derzeit zeichnet sich ein erhöhtes Vorkommen ab, was vermutlich am warmen Frühjahr liegt“, sagt Forstamtsleiter Andreas Roth. In vielen Orten in Deutschland werden sie gerade zur Plage.
Schwere allergische Reaktionen möglich
Die behaarten Raupen des unscheinbaren Nachtfalters sind überwiegend am Stamm oder der Astunterseite von Eichen zu finden. Sie leben in auffälligen hellen, fein und dicht gesponnenen Nestern, sogenannten Gespinsten. Die Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift, das bei Kontakt zu Hautreizungen, Atembeschwerden und schweren allergischen Reaktionen bei Mensch und Tier führen kann. „Besonders gefährdet sind Spaziergänger, Jogger und andere Personen, die sich im Freien aufhalten oder in der Natur arbeiten“, sagt Roth und rät, Arme, Hals und Nacken zu bedecken.
Direkten Kontakt vermeiden
Auf jeden Fall solle der direkte Kontakt mit den Raupen vermieden werden. Kommt es dennoch dazu, empfiehlt Roth, die Kleidung so schnell wie möglich zu wechseln, zu duschen und bei stärkeren Reaktionen ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Absperrungen respektieren
Vorkommen des Eichenprozessionsspinners in den Wäldern im Enzkreis sind dem Forstamt häufig bekannt; sie müssen daher nicht gemeldet werden. Bei einem Befall an Spielplätzen und öffentlichen Einrichtungen prüfen die zuständigen Stellen, ob eine Bekämpfung möglich und zweckmäßig ist. „Zum jetzigen Zeitpunkt dürfte dies jedoch nur in Ausnahmefällen der Fall sein. Oft kann man nur vor der Gefahr warnen oder die befallenen Bereiche absperren“, sagt Andreas Roth und betont: „Zur eigenen Sicherheit sollte man die Warnung ernst nehmen und solche Absperrungen respektieren.“
Spezialfirmen hinzurufen
Bei einem Befall im eigenen Garten rät das Forstamt, Kontakt mit Spezialfirmen aufzunehmen, deren Mitarbeiter mit der notwendigen Schutzausrüstung ausgestattet sind.

