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Der zähe Poker um Pejcinovic

Der VfB und der VfL Wolfsburg liegen in ihren Vorstellungen in puncto Ablöse weiterhin ein gutes Stück auseinander.

  • PejcinovicFoto: imago/Huebner

    PejcinovicFoto: imago/Huebner

Grassau/Stuttgart - Der Poker zieht sich nun schon seit Wochen, die Ausgangslage ist unverändert: Der VfB Stuttgart möchte Dzenan Pejcinovic (21) verpflichten und ist sich mit dem Stürmer auch schon länger einig, der gerne den Schritt vom Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg an den Neckar gehen würde. Der Haken an der Sache: Sein Vertrag in Wolfsburg läuft bis 2029 ohne Ausstiegsklausel – und auf eine Ablöse haben sich beide Vereine bislang nicht einigen können.

Die Vorstellungen liegen dabei ein gutes Stück auseinander, momentan beträgt die Lücke fünf Millionen Euro. Die Stuttgarter bieten 20 Millionen, die Wolfsburger fordern 25 Millionen – bei beiden Summen handelt es sich dabei jeweils um die fixe Ablöse ohne die mittlerweile gängigen leistungsbezogenen Boni. Die Forderung aus Niedersachsen steht seit Wochen unverrückbar im Raum. Neben dem Wolfsburger Sport-Geschäftsführer Dieter Hecking ist auch der Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg beteiligt, insbesondere dessen Vorsitzender Sebastian Rudolph und Ex-VfB-Keeper Diego Benaglio waren dabei zuletzt Gesprächspartner der Stuttgarter.

Ob die nochmals einen Vorstoß wagen, ist derzeit noch nicht entschieden. Und damit auch die Zukunft von Pejcinovic nicht. Der 1,90 Meter große, abschlussstarke Linksfuß hatte in der zurückliegenden Saison acht Tore für die Wolfsburger in der Bundesliga erzielt – alle ab Dezember, was seinen Marktwert auf dem Portal transfermarkt.de im Verlauf der Rückrunde von sechs auf 15 Millionen Euro in die Höhe schnellen ließ.

Beim VfB würde Pejcinovic das Repertoire im Sturmzentrum erweitern, wo in der vergangenen Spielzeit Ermedin Demirovic und Deniz Undav im Wechsel oder auch gemeinsam aufliefen. Winter-Neuzugang Jeremy Arevalo hat die Erwartungen dagegen bislang nicht erfüllt und würde nun im Fall der Verpflichtung von Pejcinovic noch geringere Aussichten auf Einsatzzeit erhalten, trotz der zu erwartenden Rotation aufgrund der vielen englischen Wochen. Dazu gibt es im Kader noch Jovan Milosevic, der zuletzt an Werder Bremen ausgeliehen war.

Klar ist: Pejcinovic möchte unbedingt zum VfB und hat sich in dieser Präferenz festgelegt. Auch das Interesse des ebenfalls in der Champions League spielenden FC Porto konnte daran nichts ändern.

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