Ludwigsburg/Vaihingen (moc). Im Juli hatte der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit Alfred Kühn aus Dresden einen neuen Geschäftsführer präsentiert. Am 8. September hat sich der Verband von dem 40-Jährigen in der Probezeit getrennt. „Wir haben festgestellt, dass es nicht passt“, sagte DRK-Präsident Gerd Maisch. Doch die Nachfolge ist schon geregelt: Seit dem 23. September leiten Steffen Schassberger (Vaihingen) und Till Fröscher (Freiberg), beide schon seit vielen Jahren beim DRK beschäftigt, als Doppelspitze den Kreisverband. Ob es sich dabei „um eine Ewigkeitslösung oder eine längere Übergangslösung“ handelt, soll sich laut Maisch nach einiger Zeit zeigen.
DRK-Präsident Gerd Maisch: Wir haben festgestellt, dass es nicht passt
Alfred Kühn war im Juli auf Wolfgang Breidbach gefolgt, der den Verband bis zu seinem Ruhestand geleitet hatte. Die Gründe, die nun nach wenigen Monaten zu Kühns Kündigung geführt hätten, „haben nichts mit dem DRK zu tun“, sagte Schassberger, sie hätten in dessen Person gelegen. Natürlich habe man es sich anders gewünscht, sagte Maisch.
Jetzt sind zwei langjährige Mitarbeiter an der Spitze
Mit Schassberger und Fröscher übernehmen nun zwei langjährige Mitarbeiter die Aufgaben. Der Vaihinger Schassberger ist seit 1999 beim DRK, Fröscher begann 2010 mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr. „Wir kennen den Laden“, sagte Schassberger. Rettungsdienstleiter Fröscher bleibt auch weiterhin für seinen Bereich und den Hausnotruf zuständig. Hinzu kommen noch Verwaltungsaufgaben. „Ich habe große Lust dazu“, sagte Till Fröscher.
Steffen Schassberger wird weiterhin für den Rotkreuz-Dienst verantwortlich sein, die Sozialarbeit und die Leitstelle. Gemeinsam sind Fröscher und Schassberger nun vertretungsberechtigt, wenn es über die Abteilungsebenen hinaus geht.
Offiziell sind die beiden stellvertretende Kreisgeschäftsführer
Eine Lösung, die in anderen Kreisverbänden des DRK wie in Tübingen und Biberach schon praktiziert werde, sagte Schassberger. Offiziell fungieren die beiden als stellvertretende Kreisgeschäftsführer, da sonst die Satzung hätte geändert werden müssen. Satzungstechnisch sei die Regelung kein Problem, der Verein werde nach außen vom Präsidenten vertreten. Innerhalb der DRK-Organe zum Beispiel auf Landesebene könnten die stellvertretenden Geschäftsführer den Verein vertreten. „Ich freue mich darauf, es ist eine schöne Herausforderung“, sagte Schassberger.
Gerd Maisch lobt das gute Team
DRK-Präsident Maisch lobte das gute Team und die engagierten Mitarbeiter im Kreisverband. Die neue Lösung für die Geschäftsführung sieht er „ganz entspannt“. Es sei im Präsidium diskutiert worden, dass eine Einschätzung und Beurteilung des neuen Konstrukts mit den stellvertretenden Geschäftsführern nicht ganz schnell möglich sein werde. Aber in einigen Monaten oder nach einem Jahr wolle man ein Resümee ziehen und entscheiden, ob es sich um eine endgültige Lösung handelt. Bis dahin „tauschen wir uns regelmäßig aus“, sagte DRK-Präsident Gerd Maisch.


