Vaihingen. Gleich zu Beginn wollen wir einen kleinen Aufruf starten: Mehr Kinder auf die Wanderstrecke! Start und Ziel der VKZ-Tour im nächsten Jahr stehen zwar noch nicht fest. Aber es dürfen gerne wieder mehr junge Familien mit an den Start gehen. Gerade bei der in diesem Jahr gut zu bewältigenden Wanderstrecke vom VfB-Vereinsgelände an der Enz entlang bis Enzweihingen, durchs malerische Kreuzbachtal nach Aurich und von dort übers Trompetensteigle wieder hinab in Richtung Vaihingen hätten etwas mehr Kinderbeine (oder Kinderwägen) das Teilnehmerfeld bereichern können.
Früher war das spürbar anders. „Wir waren immer dabei, seit die Kinder klein waren“, erzählen Jochen und Bärbel Sauer, die mit der inzwischen erwachsenen Tochter Hannah und Windhund Cassidy am Samstag auf der Wanderstrecke teilnehmen. Mutter und Tochter, die aus beruflichen Gründen derzeit in Heidelberg leben, sind sogar extra wegen der Tour nach Enzweihingen heimgekehrt. Dort schließt sich die Familie den in Vaihingen gestarteten Wanderern an und freut sich auf die Rote Wurst bei der Hocketse, bevor es an der Enz entlang wieder nach Hause gehen soll.
Sie sind nicht die Einzigen, die sich den Weg zum Startpunkt am VfB-Gelände sparen. Der ein oder andere Enzweihinger klinkt sich quasi daheim in die Tour ein. So kann die Zahl der Personen auf der Wanderstrecke denn auch nicht ganz exakt bestimmt werden. Walter Sämann, selbst Wanderwart bei den Enzweihinger Albvereinlern, setzt sich ganz am Anfang zusammen mit seinem Hund Bobbel an die Spitze und lässt sich dann überholen. Bis zur Getränkestation am Auricher Wasserspielplatz hat er etwas mehr als 100 Wanderer gezählt. Mit der Streckenführung zeigt er sich sehr zufrieden. Die sei „einwandfrei“, lobt er. Die Auswertung der verkauften Startkarten bringt am Ende eine Zahl von 138 Wanderern. Immerhin wieder deutlich mehr als bei der „Hitzeschlacht“ im vergangenen Jahr rund um Kleinglattbach, als nur 73 Fußgänger zu zählen waren.
Fast immer dabei sind auch Hannelore und Karl Schmid, ebenfalls aus Enzweihingen. „Wir gehen fast jeden Sonntag irgendwo wandern“, sagen die beiden, die früher bei der VKZ-Tour auch mit dem Rad dabei waren. Demnächst stehe auch wieder ein Wanderurlaub im bayerischen Vilsmoos an. Für Karl Schmid hat der Weg durchs Kreuzbachtal noch einen zusätzlichen praktischen Nutzen: „Der Weg führt an meinem Stückle vorbei. Dann kann ich mal schauen, ob ich wieder mähen muss.“
Zwar keine Kinder mehr, dafür mit die Jüngsten im Wandertross dürften Mara, Janine und Fabienne sein. Vor einem Jahr haben sie am Friedrich-Abel-Gymnasium ihr Abi gemacht. Seither haben sie sich Inspiration für ihren weiteren Lebensweg geholt – FSJ gemacht, Sprachen gelernt, gejobbt. Nach dem Sommer geht’s zum Studium. Die VKZ-Tour ist daher genau richtig, um sich nochmal gemeinsam zu treffen. Von den Eltern seien ein paar auf dem Rad dabei. Die drei Mädels haben sich dagegen für die Wanderung entschieden. „Man kann sich besser unterhalten“, sagt Fabienne. Und es wecke Erinnerungen. Denn die Freundinnen haben schon den Weg zur Grundschule immer gemeinsam zurückgelegt.








