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Auftakt-Knüller für die Allianz-Frauen

Die Stuttgarter Volleyballerinnen starten beim Dresdner SC in die Saison – und der Coach spricht Klartext.

stuttgart - Brisanter und spektakulärer könnte die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga der Frauen kaum beginnen: Schon am ersten Spieltag erwartet der Vizemeister und Top-Favorit Dresdner SC seinen Dauerkonkurrenten Allianz MTV Stuttgart, den er in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Halbfinale der Play-offs ausgeschaltet hat. Das Duell steigt am Samstag, 10. Oktober, um 18 Uhr – doch trotz aller Rivalität gibt sich Konstantin Bitter gelassen. „Es ist müßig, sich über etwas Gedanken zu machen, das man nicht ändern kann“, sagt der MTV-Trainer, „es ist nicht wichtig, das erste Spiel der Saison zu gewinnen. Sondern das letzte.“ Kaum jemand weiß dies besser als die Stuttgarter Volleyballerinnen.

Vor einem Jahr hatte das Team nach dem Karriereende von Krystal Rivers, Roosa Koskelo und Maria Segura Pallerés einen Spielplan, der nach dem Umbruch enorm geholfen hat. Gegen die etwas schwächeren Gegner der Bundesliga erarbeitete sich die neu zusammengestellte Mannschaft viel Selbstvertrauen, schlug dann auch die härteren Konkurrenten und beendete die Hauptrunde mit nur einer Niederlage souverän auf Rang eins. Doch dann ging nach dem verlorenen Pokalfinale gegen den VfB Suhl auch die Play-off-Runde schief. Im Halbfinale wurden beide Partien gegen den Dresdner SC im Tie-Break verloren. „Natürlich wäre es, um in den Rhythmus zu kommen und an Selbstsicherheit zu gewinnen, möglicherweise gut, nicht gleich zum Auftakt beim besten Konkurrenten antreten zu müssen“, sagt Konstantin Bitter, „doch vor einem Jahr hatten wir einen guten Spielplan – und haben am Ende trotzdem nichts gewonnen.“

Für Bitter ist klar, dass aus der vergangenen Saison die „richtigen Lehren“ gezogen werden müssen. „Wir brauchen einen sehr klaren Weg, wie wir uns weiterentwickeln wollen“, sagt der Coach des Triple-Siegers von 2024, „wir brauchen die richtige Periodisierung, um am Ende der Saison die Top-Spiele gewinnen zu können.“

Eine Maßnahme ist, dass der Beginn der Vorbereitung um gut zwei Wochen nach hinten verschoben wird, los geht es nun erst am 24. August. „Wir starten später, dafür wird es schneller und intensiver“, sagt Konstantin Bitter, der eine klare Vorstellung der Bereiche hat, an denen er mit der neuen Mannschaft arbeiten will. „Wichtig sind mir Themen wie Charakterstärke, Ehrgeiz, Mut, Härte, Willen, Teamfähigkeit“, erklärt er, „und auch, dass wir erst zufrieden sein dürfen, wenn wir am Ende alles gewonnen haben.“ Unabhängig vom Ausgang des ersten Spiels.

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