„Die Runde ist hügelig, aber nicht bergig“

Wegweiser: Seit der Rheinländer 2009 nach Vaihingen gezogen ist, gehört die Strecke über Maulbronn, Diefenfach und Gündelbach für den 51-Jährigen zu seinem Trainingsrepertoire. Dass kaum Anstiege dabei sind, kommt ihm aufgrund seiner Statur entgegen.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 21. Juli 2021
„Die Runde ist hügelig, aber nicht bergig“ Zu rund 90 Prozent führt Heiko Deichmanns Lieblingsstrecke über Wald-, Forst- und Radwege wie hier direkt bei Horrheim. Foto: Nachreiner

Unsere wunderschöne Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat, lädt nicht nur zu Laufrunden ein. Auch mit dem Rennrad oder dem Mountainbike lässt sich in der Gegend hervorragend erkunden. In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Radfahrer ihre Lieblingsstrecken vor. In Folge 3 erklärt Heiko Deichmann, warum eine Runde von Horrheim über Illingen, Maulbronn, Diefenbach, Schützingen und Gündelbach zurück nach Horrheim seine Lieblingsstrecke ist, seit es ihn nach Vaihingen verschlagen hat.

„Als ich 2009 die Stelle als Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus der Stadt Vaihingen angetreten habe, kannte ich mich hier überhaupt nicht aus. Ich habe dann mit meinem damaligen Navi-Programm zwei, drei Strecken gemalt. Und die ist die Einzige, die bis heute erhalten blieb“, berichtet der 51-Jährige, der im Rheinland aufgewachsen ist. „Denn die Runde ist zwar hügelig, aber nicht bergig. Außerdem führt sie auf rund 90 Prozent auf Wald-, Forst- sowie Radwegen und hat sie einen hohen Waldanteil. Das ist sehr angenehm, und man kann bei jedem Wetter fahren. Bei schlechtem Wetter schützt der Wald vor Niederschlag und im Hochsommer vor der Hitze. Und man bekommt viel von der Natur mit, wenn man mit offenen Augen und Ohren durch den Wald fährt.“

Und als einzige Strecke fährt Deichmann diese immer in der gleichen Richtung. „Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier“, berichtet der Horrheimer. „Ich will die Runde aber auch gar nicht andersherum fahren. Da sind zwei Abfahrten dabei, die zwar kurz sind, aber es in sich haben, und die ich nicht hoch wöllte. Denn aufgrund meiner Statur bin ich kein Bergfahrer.“

Heike Deichmanns Söhne begleiten ihn hin und wieder auf seinen Runden

Meistens ist er alleine unterwegs. „Ich genieße auch die Zeit für mich. Das ist für mich geistige Entspannung“, berichtet er. Rund jedes Mal begleitet ihn aber auch einer seiner Söhne – der zwölfjährige Benjamin oder der neunjährige Robin. „Sie steigen auch langsam in das Thema ein“, erklärt Heiko Deichmann. „Mit Benny habe ich auch schon mehrtägige Radtouren gemacht. Ohne Corona wären bestimmt auch schon zu dritt unterwegs gewesen. Aber durch die Pandemie waren solche Touren schlecht zu koordinieren. Das hat schon mit Stopps bei Freibädern angefangen.“

Heiko Deichmanns Lieblingsstrecke.

Zum Radrennsport kam Heiko Deichmann mit 15 Jahren. „Bis zum ersten Jahr Amateure, also bis ich 19 Jahre alt war, bin ich für den VfL Rheinbach Rennen gefahren“, erzählt Heiko Deichmann. „Bei den Junioren war ich sogar unter den Top 50 in Deutschland. Und auch als Amateur habe ich mich gut geschlagen, bin schnell von der Klasse C in die B aufgestiegen.“ Doch dann spielten die Knie nicht mehr wirklich mit. „Deshalb habe ich frühzeitig aufgehört“, erklärt er. „Das war für mich aber in Ordnung. Ich habe fünf intensive Jahre im Rennsport gehabt und habe mich nie der Illusion hingegeben, dass ich das beruflich machen könnte. Außerdem war vorprogrammiert, dass ich zu groß und zu schwer für den Radrennsport werde.

Und der 51-Jährige ist bis heute seinem Sport treu geblieben. „Ich habe nach dem Ende meiner aktiven Laufbahn noch mehrere Jahre Jugendtrainer beim VfL Rheinbach. Und ich bin für mich noch mehrere Jahre intensiv gefahren“, berichtet Heiko Deichmann. Auch heute versucht er, noch mindestens ein Mal in der Woche in den Sattel zu steigen. „Ich bin allerdings kein Ganzjahresfahrer“, erklärt er. Wenn das Wetter vor allem in den kalten Monaten nicht mitspielt, dann lässt er sein Mountainbike auch mal in der Garage stehen.

Wegweiser: Alle Lieblingsstrecken gibt es auf Komoot

Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Lauf- und Fahrradstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch etwas darüber hinaus. Alle Lauf- und Radstrecken finden Sie hier.

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