„Ziel war eigentlich nur der Klassenerhalt“

TSV Aurich erkämpft sich mit seiner Geschlossenheit die Meisterschaft

Von Ron Räpple Erstellt: 20. April 2019
„Ziel war  eigentlich nur der Klassenerhalt“ Daniela Schlag hat den TSV Aurich als Spitzenspielerin zum Titel in der Kreisliga B Gruppe 3 geführt. Foto: Archiv/Leitner

Aurich. Für den TSV Aurich war die Devise, in der Tischtennis-Kreisliga B Gruppe 3 der Männer den Abstieg zu verhindern. Doch aus dem Versuch heraus die Klasse zu halten, ist der TSV nach dem letzten Spieltag plötzlich Meister und darf in der nächsten Saison in der Kreisliga A Kräfte messen.

„Das Ziel war eigentlich nur, den Klassenerhalt zu schaffen. Jetzt sind wir sogar Meister“, sagte Aurichs Teamkapitän Klaus Lessing. Dass man sich gegen die Konkurrenz über die ganze Saison hinweg so durchsetzt und am Ende sogar die Nase vorne hat, war für Lessing überraschend. Denn die Auricher stellten zu Beginn der Saison hinsichtlich des TTR-Wertes die „zweitschwächste Mannschaft der Liga. Aber eine Kombination aus Männern, zwei Frauen, die sich des Traineramts annahmen, und vier Jugendspielern sorgte nach 16 Spielen und einer Bilanz von 27:5 Punkten für ein Mannschaftsgefüge, das für die Verfolger wie den GSV Hemmingen (26:6) und den TSV Oberriexingen II (23:9) nicht zu schlagen war. Aber trotz der Meisterschaft stapelt Lessing tief und zollt der Konkurrenz Respekt. Denn bei den Partien gegen Lessing und Co. war seitens der Aufstiegsaspiranten aus Oberriexingen und Hemmingen immer eine Reihe von Ausfällen zu beklagen, wodurch der TSV wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen gegen Tabellennachbarn ergatterte. Dazu kam die Tatsache, dass die Auricher Ausfälle durch die Jugendspieler kompensiert wurden und diese in ihren maximal fünf erlaubten Einsätzen allesamt zu überzeugen wussten.

Gleich zu Saisonbeginn fuhr Aurich gegen einen potenziellen Konkurrenten, den TSV Oberriexingen einen knappen 9:7-Erfolg ein. Damit begann eine Siegesserie, die die nächsten sechs Spiele Bestand haben sollte. Die erste Saisonniederlage musste die Truppe um Spitzenspielerin Daniela Schlag beim 4:9 gegen den GSV Hemmingen III hinnehmen. Auch die nächste Partie ging an den heimischen Tischtennisplatten gegen den SV Iptingen mit 4:9 verloren.

Im Anschluss an diese beiden Niederlagen ließen die Auricher aber nur noch beim 8:8-Unentschieden gegen die TTR Diefenbach II Federn. Beim Rest der Begegnungen gaben sie sich keine weitere Blöße und zwangen die Konkurrenz in die Knie.

Speziell das Doppel Daniela Schlag/Lessing brillierte mit einem Score von 14:3 Punkten. Und im Einzel gehörten Edgar Schramm mit einem Saisonresultat von 18:5 sowie Spitzenspielerin Daniela Schlag zu wichtigen Bausteinen im Auricher Meisterschaftskonstrukt. „Die Jugendlichen Nico Wäbisch, Bilal Durak sowie die Brüder Jona und Luca Großmann haben aber auch eine wirklich starke Saison gespielt. Dass ich in der Rückrunde aufgrund der Arbeit nicht mehr so oft ins Training konnte und daher eine nicht so gute Rückrunde gespielt habe, wurde von den Jungs wett gemacht“, sagte der Kapitän. Der Schlüssel, sich am Ende gegen die Konkurrenten durchzusetzen, waren aus Sicht von Lessing aber die mannschaftliche Geschlossenheit und die familiäre Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Aber auch die Tatsache, dass alle motiviert waren und sich im Training das nötige Selbstvertrauen für die Spiele angeignet haben.

Nach dem Titelgewinn ließen die Auricher ihre Meisterschaftsfeier etwas ruhiger angehen. Für die Akteure gab es bei einem gemeinsamen Training Radler, Cola und Chips. Denn für Lessing ist nach der Saison vor der Saison. Der an Position zwei gesetzte Akteur ist sich sicher, dass nach den diesjährigen Fortschritten und dem souveränen Auftreteten der jungen Spieler ein Klassenerhalt in der nächsten Spielzeit sehr warscheinlich ist.

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