„Wir wollen alle einfach Spaß am Tischtennis haben“

Nach Vizemeisterschaft und Pokalsieg ist der Titel in der Landesliga bei den Tischtennisfrauen des TSV Oberriexingen kein Muss

Von Michael Nachreiner Erstellt: 21. September 2019
„Wir wollen alle einfach Spaß am Tischtennis haben“ Lea Ruof hat sich im vergangenen Jahr zur Nummer eins des TSV Oberriexingen entwickelt und ist noch nicht am Ende ihres Leistungsspektrums angekommen. Foto: Simecek

Vizemeister in der Tischtennis-Landesliga Gruppe 1 sowie Verbandspokalsieger – besser hätte die vergangene Saison für die Frauen des TSV Oberriexingen fast nicht laufen können. Dennoch will Mannschaftsführerin Sandra Eilzer keinen Druck aufbauen. Der Ligatitel ist kein Muss.

Oberriexingen. „Wenn es zur Meisterschaft reichen sollte, ist es gut. Aber wir wollen alle einfach Spaß am Tischtennis haben“, berichtet Sandra Eilzer. So stark aufgestellt wie der TSV Oberriexingen in der Tischtennis-Landesliga Gruppe 1 ist aber nur noch der VfR Altenmünster, der ebenfalls alle vier Spielerinnen unter den besten 20 der QTTR-Rangliste hat. Bei den Oberriexingerinnen steht Lea Ruof an Position vier der Rangliste, Eilzer auf Platz acht sowie Fiona von Wobeser und Annalena Gagsch auf den Rängen 15 und 16. Ob die Mannschaft aus dem Landkreis Augsburg aber wirklich besser ist – die vier VfR-Spielerinnen rangieren auf den Positionen zwei, neun, zehn und elf der QTTR-Rangliste –, bleibt abzuwarten. „Vor dem Saisonstart weiß man nie, wer letztlich wirklich aufläuft“, erklärt Eilzer.

Einen Fehlstart wie in der vergangenen Saison, als die Oberriexingerinnen nur einen Punkt aus den ersten beiden Spielen holten, soll aber vermieden werden. „Ich hoffe nicht, dass wir wieder eine Findungsphase brauchen“, berichtet die Teamchefin. Zumindest haben die Oberriexingerinnen seit der letzten Ferienwoche regelmäßig in der Halle in Oberriexingen trainiert. Und Ruof, Eilzer sowie Gagsch waren wieder Ende August in Grenzau im Trainingslager. „Da werden verschiedene Übungen gespielt. Die Trainer gehen dazu immer rum, geben Hilfe und korrigieren einen. Da hat man viele Tipps bekommen“, erzählt Eilzer. Gefeilt wurde entweder an der Routine oder an Defiziten. „Es wurde Übung, Übung, Übung gespielt. Oder es gab Balleimereinheiten, in denen man an Schwachpunkten arbeitet. Dabei spielt ein Trainer einem ständig Bälle zu – entweder auf die exakt gleiche Stelle oder dass man ins Laufen kommt, um an der Beinarbeit zu feilen, oder man kombiniert, indem man zum Beispiel drei Mal den gleichen Schlag spielt und jeden vierten frei auf die Platte“, berichtet die Mannschaftsführerin. „Das ist viel intensiver und anstrengender, als gemütlich Tischtennis zu spielen.“

In Grenzau ging es aber nicht nur darum, in der Jagd nach dem Plastikball besser zu werden. Für die Oberriexingerinnen war es ein Teamevent, um den Zusammenhalt zu stärken. „Es ging auch darum, dass wir als Gruppe zusammenwachsen. Man macht ja dort in Grenzau auch mal was anderes als Tischtennis zu spielen“, erklärt Eilzer.

Ins erste Saisonspiel am heutigen Samstag beim Aufsteiger TSV Asperg gehen die Oberriexingerinnen aber geschwächt. Eilzer, die Nummer zwei des TSV, befindet sich noch im Urlaub oder „im Höhentraining in den Bergen“, wie sie es scherzhaft nennt, da sie viel wandert und mit dem Mountainbike unterwegs ist. „Wenn jemand aus dem vorderen Paarkreuz fehlt, ist es natürlich schwierig. Annalena Gagsch rutscht dadurch von hinten nach vorne hoch. Aber sie hat im letzten Jahr super Spiele abgeliefert“, erklärt Eilzer. Für die Mannschaftsführerin hilft Ingrid Wolf aus der zweiten Mannschaft aus. „Sie hat in der vergangenen Saison auch tolle Spiele für uns gemacht – sie war ja auch schon damals in der zweiten Mannschaft gemeldet – und hatte am Ende eine ausgeglichene Bilanz“, sagt Eilzer. Bange ist ihr also nicht.

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