Kein Ball wird verloren gegeben

Bei den Tischtennis-Jugendturnieren des TSV Großglattbach geht es vor allem um Spaß, doch um jeden Punkt wird hart gekämpft

Von Michael Nachreiner Erstellt: 30. Dezember 2014
Kein Ball wird verloren gegeben Die beiden Oberriexingerinnen Lea Ruof und Vanessa Reiff (von links) haben unterstützt von Nina Volkmann (SpVgg Mönsheim) den zweiten Platz bei den Mädchen belegt.

„Es ist ein zwangloses Turnier. Da steht der Spaß und weniger die Leistung im Vordergrund. Das macht den Reiz der Turniertage beim TSV Großglattbach aus“, sagt Eugen Grieble, Jugendtrainer beim TSV Oberriexingen. Davon wollten die Tischtennisspieler an der Platte aber nichts wissen. Sie kämpften um jeden Punkt.

Grossglattbach. Ab und zu schnellte die Becker-Faust empor, wenn ein Schlag geglückt ist. Öfters sah man aber Kopfschütteln oder das fast lautlose Sich-selbst-zum-Teufel-wünschen, wenn der Ball im Netz landete oder die Platte verfehlte. Bei den Turniertagen des TSV Großglattbach für Jugendmannschaften wollte sich keiner der Tischtennisspieler eine Blöße geben.

Letztlich gab es aber jeweils nur einen Sieger. Und sowohl bei den Mädchen, die altersübergreifend von der U 13 bis zur U 18 zusammenspielten, als auch bei den Bezirksklassemannschaften der Jungen U 18 setzten sich die Favoriten jeweils souverän durch. Bei den Mädchen sicherte sich die TuG Hofen den Titel. Im letzten Turnierduell in der Finalrunde setzte sie sich in einem tatsächlichen Endspiel gegen den TSV Oberriexingen mit 4:0 durch. Beide Teams hatten zuvor den TTV Erdmannhausen geschlagen, der Dritter wurde. „Für mich sind die Oberriexingerinnen etwas überraschend Zweiter geworden. Ich weiß, dass ihre beste Spielerin Annalena Gagsch gefehlt hat“, erklärt Großglattbachs Jugendleiter und Turnierorganisator Volker Langenstein. Eugen Grieble, Jugendtrainer beim TSV Oberriexingen, war dementsprechend nicht unzufrieden: „Mit dem Abschneiden bin ich sehr zufrieden. Das Ergebnis war besser als erwartet. Nur das Sahnehäubchen, der Turniersieg, hat gefehlt.“ Die Oberriexingerinnen Lea Ruof und Vanessa Reiff hatten sich kurzerhand mit Nina Volkmann von der SpVgg Mönsheim zu einer Spielgemeinschaft zusammengetan.

Beim Mädchenturnier nahmen die Turnierorganisatoren bewusst einige Leistungsunterschiede in Kauf. „In der Vorrunde standen so manche Teams auf verlorenem Posten. Doch in der Finalrunde trafen dann jeweils drei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander. Das war richtig gut. Da waren die Spiele hart umkämpft“, berichtet Langenstein.

Auch beim Wettbewerb der Bezirksklassemannschaften der Jungen U 18 trafen sich die sechs Teams auf Augenhöhe. „Der besondere Reiz dieses Turniers ist, dass sich vor allem der TSV Großglattbach und die TSF Ditzingen II in der Bezirksklasse West ein Duell um den Titel liefern. Dazu kommen noch mit der SpVgg Weil der Stadt, die sogar in der Bezirksliga aufschlägt, und dem SKV Rutesheim zwei Mannschaften aus einem anderen Bezirk“, erklärt Langenstein. „Es gibt eigentlich keinen Favoriten.“ Letztlich hat sich aber doch das höherklassige Team aus Weil der Stadt relativ schadlos durchgesetzt. Den zweiten Platz belegte der Herbstmeister der A-Klasse West, der TSV Hochdorf, vor dem Gastgeber TSV Großglattbach.

Am Ende waren aber wieder alle zufrieden. „Für jeden ist es schade, wenn er hier nicht teilgenommen hat“, bringt es Oberriexingens Jugendtrainer Grieble auf den Punkt. „Das Turnier ist super organisiert. Ich bin immer wieder erstaunt, wie ein kleiner Verein wie der TSV Großglattbach so ein großes, mehrtägiges Turnier auf die Beine stellt.“

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