Tennisplätze sind wieder buchbar

Der TV Vaihingen ist dabei, die Zukunft der Anlage auf dem Wolfsberg zu planen. In einem ersten Schritt hat der TVV drei Courts für die Jagd nach der gelben Filzkugel herrichten lassen, die online reserviert und bezahlt werden können. Auch der Zugang erfolgt elekronisch.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 1. Juni 2021
Tennisplätze sind wieder buchbar Der TV Vaihingen hat auf dem Wolfsberg den Centercourt (vorne) und die beiden mittleren Plätze (dahinter) für die Saison 2021 herrichten lassen. Foto: Nachreiner

Vaihingen. Die Befürchtung im vergangenen Jahr ist groß gewesen, dass die Tennisanlage auf dem Wolfsberg komplett umgestaltet und nicht mehr für die Jagd nach der gelben Filzkugel genutzt werden kann, nachdem sich die Tennisabteilung des TV Vaihingen aufgelöst und einen eigenen Verein, die Tennisgemeinschaft (TG) Vaihingen, gegründet hatte. Doch alle Befürchtungen waren unbegründet. Seit gestern kann man wieder Zeiten auf den TVV-Plätzen auf dem Wolfsberg buchen – ganz unkompliziert online.

„Als sich die Tennisabteilung aufgelöst hat, war es für uns keine Frage, ob wir die Tennisplätze weiterbetreiben, sondern nur, wie wir sie weiterbetreiben“, erklärt TVV-Präsident Frank Hertfelder. Allerdings war auch klar, dass das rund 9000 Quadratmeter große Gelände auf dem Wolfsberg nicht mehr nur ausschließlich für den Tennissport genutzt werden wird. „Wir wollen eine möglichst lange Nutzungsdauer der Anlage. Wir wollen aber auch neue Mitglieder durch die Nutzung des Areals durch andere Abteilungen oder durch neue Sportarten ansprechen“, berichtet Hertfelder.

Geschäftsstelle des TVV ist ins Werner-Banck-Heim gezogen

Ganz oben auf der Agenda stand die Umgestaltung der Werner-Banck-Heims. Dort ist in der Zwischenzeit die Geschäftsstelle eingezogen. Mit viel Eigenleistung haben der Geschäftsstellenleiter Markus Knodel und seine Frau Nadine eine Wand eingezogen, um so ein Büro vom Gastraum des Vereinsheims abzutrennen. In diesem Raum wurde Parkett verlegt. Und die Verkabelung wurde verlegt, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Das bedeutet in erster Linie, dass man in Zukunft ganz unkompliziert nach einer Regristrierung online über eine Unterseite der Homepage des TV Vaihingen, die immer noch „Tennisabteilung“ heißt, Tennisplätze auf dem Wolfsberg buchen und bezahlen kann. Für die Bezahlung stehen verschiedene Alternativen wie Sofortüberweisung oder Paypal zur Verfügung. Hat man diesen Schritt abgeschlossen, erhält man eine E-Mail mit einem Code, mit dem man die Türe zum Gelände öffnen und so das Areal ohne weitere bürokratische Hürden nutzen kann.

Dabei muss sich nur eine Person registrieren. Wie viele diese als Spielpartner mit auf die Anlage bringt, liegt im Ermessen dieser Person. „Die aktuell gültigen Corona-Regeln sind allerdings einzuhalten“, erklärt Markus Knodel. „Wir setzen aber auf Eigenverantwortung.“ Hertfelder schränkt aber ein: „Wenn Markus auf der Anlage anwesend ist und Verstöße bemerkt, wird er einschreiten.“

Bisher gab es aber nur ein paar Einzelanfragen – „nach dem Motto: Sagt Bescheid, wenn ihr wieder was anbietet“, erzählt Markus Knodel. Das hat TVV-Präsident Hertfelder auch in Kauf genommen: „Wir sind noch nicht hausieren gegangen. Ich bin immer der Meinung, man sollte über etwas erst öffentlich sprechen, wenn es auch funktioniert.“

Parallel dazu haben Mitglieder des TV Vaihingen unter der Leitung von Ludwig Hecht und Susanne März in mehreren hundert Arbeitsstunden die Anlage auf Vordermann gebracht – die Terrasse sowie die Hausfassade und die Fenster des Werner-Banck-Heims geputzt, Hecken geschnitten sowie Abfall weggefahren. Dabei hat sich auch herausgestellt, dass die Substanz des Werner-Banck-Heims recht marode ist. „Der eine oder andere Balken, der das Dach trägt, ist verfault, das Dach ist sanierungsbedürftig – eine Reparatur würde sich aber fast nicht mehr lohnen – und die Heizungsanlage ist kaputt“, erzählt Hertfelder.

Nach Ostern wurden dann drei Tennisplätze von einer externen Firma gerichtet – der Centercourt sowie die Felder in der Mitte der Anlage. „Das hat sich in dieser Saison etwas länger gezogen, da das erste Jahresviertel recht feucht war“, berichtet der TVV-Präsident. Insgesamt hat der größte Sportverein in der Stadt bereits rund 15 000 Euro investiert. Hertfelder: „Alles aus Eigenmitteln – heißt: Alle Abteilungen finanzieren aktuell die Anlage auf dem Wolfsberg. Deshalb muss auch etwas entstehen, das allen Abteilungen nutzt und das allen Abteilungen offensteht.“

Vorstand hat Ideen für weitere Nutzung des Geländes entwickelt

Im Hintergrund erstellten die Verantwortlichen des TV Vaihingen im vergangenen halben bis dreiviertel Jahr darüber hinaus eine Bestandsaufnahme des Geländes und entwickelten mehrere Pläne, wie es in Zukunft genutzt werden kann. „Wir wollen weitere Sportarten auf dem Wolfsberg integrieren – zum Teil auch neue“, erklärt Hertfelder. So gibt es Ideen, beispielsweise ein Beachvolleyballfeld, eine Boulebahn oder ein Padelcourt anzulegen. Auch die Anschaffung einer Spikeballausrüstung ist angedacht.“ Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash, die aus Südamerika über Spanien nach Mitteleuropa geschwappt ist. Sie wird zwei gegen zwei mit Schlägern mit kurzem Schaft gespielt. Beim Spikeball dagegen wird ein Ball – ebenfalls im zwei gegen zwei – über ein Tisch großes Trampolin gespielt.

Diese Ideen haben die TVV-Verantwortlichen bei einem Vor-Ort-Termin auch schon Oberbürgermeister Gerd Maisch vorgestellt. „Jetzt hoffen wir, dass wir schnellstmöglich das Okay von der Stadt bekommen. Wir wollen uns unsere Pläne einfach absegnen lassen. Deshalb haben wir auch noch keine genauen Maßnahmen zur Umsetzung ergriffen“, berichtet Hertfelder.

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